• The Wall Street Journal

J.P. Morgan-Chef Dimon bekommt trotz Skandalen Gehaltserhöhung

    Von FRANCESCO GUERRERA und DAVID ENRICH

DAVOS—Die Bilanz der amerikanischen Investmentbank J.P. Morgan spricht eigentlich eine eindeutige Sprache: Rund 20 Milliarden Dollar kosteten das Geldhaus Rechtsstreitigkeiten wegen des Verkaufs fauler Immobilienkredite und des Handelsskandals rund um den "Wal von London" im vergangenen Jahr.

Um 16 Prozent fiel der Nettogewinn auf immerhin noch knapp 18 Milliarden Dollar. Die Einnahmen gaben um 2 Prozent nach. Doch das alles ist offenbar kein Grund für eine Gehaltsverringerung. Der Aktienkurs des Instituts stieg im vergangenen Jahr, also soll auch J.P. Morgan-Chef James Dimon für 2013 eine Gehaltserhöhung bekommen.

Associated Press

J.P. Morgan-Chef Jamie Dimon bekommt eine Gehaltserhöhung.

Die Vergütung des Managers erreicht nun 18,5 Millionen US-Dollar. Für 2012 hatte Dimon 11,5 Millionen in bar und in Aktien erhalten.

Den gestiegenen Aktienkurs verdankt J.P. Morgan einem allgemeinen Trend im vergangenen Jahr. Finanzaktien hatten einen guten Lauf. Während der breite Aktienindex um 30 Prozent zulegte, schafften Bankenaktien im Schnitt sogar ein Plus von 33 Prozent, die beste Entwicklung seit sechs Jahren. In dieser Gruppe schaffte J.P. Morgan ein durchschnittliches Ergebnis von ebenfalls 33 Prozent.

Zur Ehrenrettung von Dimon muss man sagen: Die Gehaltserhöhung für 2013 startet von einer niedrigen Basis - niedrig jedenfalls aus Sicht Dimons. Denn 2012 hatte er eine drastische Gehaltskürzung hinnehmen müssen. Wegen des Handelsfiaskos um den Wal von London war seine Vergütung halbiert worden.

Kontakt zum Autor: redaktion@wallstreetjournal.de

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