• The Wall Street Journal

Facebook-Manager verkaufen ihre Aktien

    Von JOHN LETZING
[image] dapd

Wenn hochrangige Manager einer Firma ihre Anteile an dem Unternehmen verkaufen, werden Börsianer hellhörig.

Hochrangige Manager von Facebook, darunter Geschäftsführerin Sheryl Sandberg, haben einen Teil ihrer Anteile an dem sozialen Netzwerk abgestoßen. Das geht aus Angaben der US-Börsenaufsicht SEC hervor. Vor wenigen Tagen ist die Haltefrist für die Papiere ausgelaufen.

Sandberg hat demnach kürzlich mehr als 350.000 Aktien zu einer Preisspanne zwischen 20,79 bis 21,10 US-Dollar verkauft. Der Kurs von Facebook ging am Freitag bei 21,18 Dollar aus dem Handel. Laut der Bekanntgabe der SEC hält die Geschäftsführerin aber weiterhin mehr als 18 Millionen sogenannter A-Anteile, zusätzlich zu weiteren Papieren.

Hochrangige Manager des Unternehmens können sogenannte B-Anteilsscheine erhalten, die ein zusätzliches Stimmrecht enthalten und in sogenannte A-Aktien umgetauscht werden können, die auf dem freien Markt handelbar sind.

Doch Sandberg ist zwar die hochrangigste, aber nicht die einzige Mitarbeiterin, die einen Teil ihres Aktienpakets abgestoßen hat. Andere Facebook-Manager haben ebenfalls kürzlich ihre Anteile verkauft. So zum Beispiel Ted Ullyot, Chefjurist. Er hat laut SEC-Unterlagen fast 150.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 21,04 US-Dollar je Papier verkauft.

Am 29. Oktober lief eine Haltefrist für mehr als 200 Millionen Facebook-Aktien aus. Diese Fristen werden zum Schutz gegen Insiderhandel nach dem Börsengang eines Unternehmens gesetzt.

Bei dem Börsengang der Facebook-Aktie am 18. Mai lag der Ausgabepreis der Papiere noch bei 38 Dollar je Aktie.

Verkaufen Spitzenmanager eines Unternehmens ihre Anteile an der Firma, werden Börsianer hellhörig. Denn wer sonst ist näher in die strategische Planung involviert als zum Beispiel der Geschäftsführer? Ein Anleger außerhalb des Firmenuniversums wohl kaum.

Kontakt zum Autor: redaktion@wallstreetjournal.de

Copyright 2012 Dow Jones & Company, Inc. Alle Rechte vorbehalten

Dieses Textmaterial ist ausschließlich für Ihre private, nicht kommerzielle Nutzung. Die Verbreitung und die Nutzung dieses Materials unterliegt unserem Abonnentenvertrag und ist urheberrechtlich geschützt.

Werbung

  • [image]

    Biene, Eule, Pinguin: Die tierischen Maskottchen von Tech-Firmen

    Viele Produkte von Tech-Firmen sind schwer verständlich für Laien. Die Unternehmen haben es darum oft nicht leicht, für sich zu werben. Etliche setzen auf Tiere, um ihre Marke bekannt zu machen. Wir stellen 30 von ihnen vor.

  • [image]

    Die teuersten Hotelstädte Europas

    Paris, London, Berlin, Lissabon: Im Sommer locken Städte die Urlauber. Bei den Zimmerpreisen sind die Unterschiede groß. Wir zeigen, wo Touristen sich das Hotel leisten können - und in welchen Städten die saftigsten Preise fällig werden.

  • [image]

    Zu Besuch bei deutschen Start-ups

    Ständig wird über sie berichtet, ihre Dienste werden von Millionen genutzt: Deutsche Start-ups müssen sich vor der Konkurrenz aus den USA längst nicht mehr verstecken. Das zeigt auch ein Blick auf die Büros der jungen Firmen. Wir haben Onefootball, Eyeem, Wooga, Amorelie, Mymuesli, Researchgate und Outfittery in Berlin besucht.

  • [image]

    Die Welt in Bildern: 30. Juli

    Viel Wasser in Los Angeles, viel Sonne über Hongkong, bunte Hindu-Pilger in Indien, eine zerstörte Schule im Gazastreifen und Männerbeine in Glasgow: Das und noch mehr steckt heute in unseren Bildern des Tages.

  • [image]

    Die schlimmsten Stau-Städte der Welt

    Für alle deutschen Autofahrer im Stau gilt: Es geht noch schlimmer. Der Navigationsgeräte-Hersteller TomTom hat die Fahrzeiten in den Metropolen verglichen. Wir stellen die Stau-Hochburgen der Welt vor.

  • [image]

    Der neue Villen-Boom in Berlin

    „Arm, aber sexy" war gestern. Heute zeigt Berlin wieder Luxus. Besonders die Altbauvillen im Südwesten der Hauptstadt erleben derzeit eine neue Blütezeit.

Erwähnte Unternehmen