• The Wall Street Journal

Frankreich will Unternehmensanteile verkaufen

    Von GERALDINE AMIEL

PARIS--Um an die nötigen Gelder für wachstumsfördernde Investitionen zu kommen, will Frankreich teilweise seinen Besitz an staatlich gestützten Unternehmen verkaufen. Doch seien keine Privatisierungen von Firmen geplant, an denen der Staat die Mehrheit hält, sagte Finanzminister Pierre Moscovici. Am Sonntag hatte Ministerpräsident Jean-Marc Ayrault ähnliche Erklärungen abgegeben und gesagt, der Verkauf von Staatseigentum sei kein Tabu.

In einem Interview mit dem Wall Street Journal hatte Industrieminister Arnaud Montebourg bereits vor einigen Wochen durchblicken lassen, dass die Regierung solche Schritte erwägt. Frankreich droht in diesem Jahr in eine Rezession abzurutschen, weil Maßnahmen zum Abbau des Budgetdefizits und der Staatsverschuldung die Wirtschaft belasten.

AFP

Auch an Renault hält Frankreich eine Minderheitsbeteiligung.

Der französische Staat hält Mehrheitsanteile an einer Reihe von Unternehmen, darunter der Atomkonzern Areva und der Energieversorger Electricite de France . Bedeutende Minderheitsanteile besitzt der Staat direkt oder indirekt an Firmen wie Renault, France Telecom und Air France-KLM .

Im März erlöste die Regierung rund 450 Millionen Euro mit dem Verkauf von 3,12 Prozent an dem französischen Technologiekonzern Safran. Der Staatsanteil fiel damit auf etwa 27 Prozent. In Abstimmung mit Deutschland hat Frankreich kürzlich auch seinen Anteil an dem Luft- und Raumfahrtkonzern European Aeronautic Defence & Space Co (EADS) zurückgefahren. Insgesamt erlöste Frankreich durch die Verkäufe 1,19 Milliarden Euro.

Kontakt zum Autor: redaktion@wallstreetjournal.de

Copyright 2012 Dow Jones & Company, Inc. Alle Rechte vorbehalten

Dieses Textmaterial ist ausschließlich für Ihre private, nicht kommerzielle Nutzung. Die Verbreitung und die Nutzung dieses Materials unterliegt unserem Abonnentenvertrag und ist urheberrechtlich geschützt.

Panorama

  • [image]

    Die Welt in Bildern: 24. April

    Kleingedruckte Rezepte auf Sri Lanka, ein kleiner Eisbär in St. Petersburg, eine brenzlige Lage im Osten der Ukraine und ein tief gefallener Bernie Ecclestone in München. Das und noch mehr steckt diesmal in unseren Bildern des Tages.

  • [image]

    Wo Europas Schuldenberge am höchsten sind

    Trotz Fiskalpakt: Die Haushaltsdefizite und die Staatsschulden in der Europäischen Union bleiben hoch. Vor allem die Spanne zwischen den finanziellen Musterschülern und den Haushaltssündern ist beträchtlich.

  • [image]

    Die Auto-Neuheiten aus China

    Der chinesische Automarkt gilt als schwierig - aber auch als lukrativ. Im Jahr des Pferdes versuchen die Autobauer mit limitierten Editionen und protzigen Modellen, die Käufer zu umgarnen. Wir zeigen Ihnen die Neuheiten der Automesse in Peking.

  • [image]

    Panini-Sticker: Höhepunkte aus 40 Jahren

    Zur Weltmeisterschaft im eigenen Land kamen 1974 die ersten Panini-Klebebilder in Deutschland auf den Markt, inzwischen haben sie Kultstatus. Ein Rückblick auf 40 Jahre Fußballgeschichte.

  • [image]

    Diese Länder sind die Wachstums-Stars

    Die Weltwirtschaft gewinnt weiter an Schwung. Wachstums-Impulse kommen aus den Industrieländern, auch aus Europa. Die höchsten Wachstumsraten sitzen aber woanders. Wir zeigen Ihnen, wo die Wirtschaft am stärksten boomt.

  • [image]

    Die bestverdienenden Bankenchefs der Welt

    Das vergangene Jahr hat sich für die Chefs der internationalen Großbanken wieder gelohnt. Doch auch in der Liga der Großverdiener gibt es deutliche Klassenunterschiede. Wir haben aufgelistet, wer wie viel erhalten hat.