• The Wall Street Journal

Französische Truppen erzielen erste Erfolge

    Von DAPD
dapd

Soldaten Malis in Konna, etwa 680 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Barmako.

Konna/Washington - Französische und malische Soldaten sind weiter gegen die islamistischen Aufständischen im Norden des afrikanischen Landes vorgestoßen. Am Samstag nahmen sie den Flughafen und eine wichtige Brücke in der von den Islamisten kontrollierten Stadt Gao ein, wie das französische Militär erklärte. Afrikanische Staaten und die USA sagten ihnen unterdessen weitere Unterstützung zu.

In der Erklärung hieß es, Gaos Bürgermeister, der die Stadt verlassen hatte, nachdem sie von den Islamisten erobert worden war, werde bald zurückkehren. Noch allerdings kontrollierten die französischen und malischen Truppen nicht das gesamte Stadtgebiet, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Paris sagte.

Islamisten eroberten unter anderem Timbuktu

Im April vorigen Jahres hatten die vom Norden des westafrikanischen Krisenstaats aus agierenden Islamisten erst Gao, anschließend dann die Provinzhauptstädte Kidal und das vor allem kulturhistorisch bedeutende Timbuktu eingenommen. Seit Frankreich seine Luftangriffe gegen die Rebellen vor zwei Wochen aufgenommen und um eine Bodenoffensive ergänzt hat, haben sich die Extremisten aus den drei zentralmalischen Städten Diabaly, Konna und Douentza zurückgezogen.

Inzwischen haben die französischen Streitkräfte etwa 2.500 Soldaten auf malischem Boden, die zurzeit von rund 1.750 Soldaten aus afrikanischen Nachbarstaaten unterstützt werden. Diese kündigten an, die Zahl auf mindestens 5.700 aufstocken zu wollen. Das US-Außenministerium teilte mit, 32 Millionen Dollar (knapp 24 Millionen Euro) für die Ausbildung der afrikanischen Soldaten bereitzustellen.

Die USA leisten Frankreich bereits logistische Hilfe beim Truppen- und Materialtransport. Am Samstag kündigte das Pentagon an, außerdem Unterstützung bei der Luftbetankung französischer Kampfflugzeuge leisten zu wollen.

Kontakt zum Autor: redaktion@wallstreetjournal.de

Copyright 2012 Dow Jones & Company, Inc. Alle Rechte vorbehalten

Dieses Textmaterial ist ausschließlich für Ihre private, nicht kommerzielle Nutzung. Die Verbreitung und die Nutzung dieses Materials unterliegt unserem Abonnentenvertrag und ist urheberrechtlich geschützt.

Haus der Woche

  • [image]

    Australische Villa im Zeichen des Drachens

    Feurig kommt dieses Luxusanwesen im australischen Melbourne daher: Auf dem Dach wacht ein mächtiger Terrakotta-Drache und im Haus lodern dutzende Kaminfeuer. Die Ausstattung mit Tennisplatz, Pool und ausgiebigen Ländereien lässt es jedem Australien-Fan warm ums Herz werden.

  • [image]

    Alt, neu, kurios und nicht chancenlos – Parteien zur Europawahl

    In Deutschland sind 25 Parteien zur Europawahl zugelassen. Neben den etablierten Bundestagsparteien können sich die Wähler für eine Menge kurioser Alternativen entscheiden – von der Christlichen Mitte bis zur Bayernpartei. Da die 3-Prozent-Hürde gefallen ist, haben die Kleinen sogar eine Chance.

  • [image]

    Die Welt in Bildern: 15. April

    Wilde Tulpen in Afghanistan, Wasserfontänen in China, der Vollmond über Schanghai und Ordensbrüder mit wunden Füßen in Spanien. Das und mehr zeigen unsere Fotos des Tages.

  • [image]

    Die furchterregendste Gondelfahrt der Welt

    Was Besuchern den Angstschweiß auf die Stirn treibt, ist für die Einwohner der georgischen Stadt Tschiatura Alltag. Die Seilbahnen aus der Stalin-Zeit an den Hängen des Kaukasus fahren trotz Rost noch immer.

  • [image]

    Diese Länder sind die Wachstums-Stars

    Die Weltwirtschaft gewinnt weiter an Schwung. Wachstums-Impulse kommen aus den Industrieländern, auch aus Europa. Die höchsten Wachstumsraten sitzen aber woanders. Wir zeigen Ihnen, wo die Wirtschaft am stärksten boomt.

  • [image]

    Wie sich die Nasdaq seit dem Tech-Crash verändert hat

    Vor gut 14 Jahren begann in den USA die Tech-Blase zu platzen. Jetzt bewegt sich der Nasdaq Composite wieder auf dem Niveau von damals. Ist das ein Grund zur Sorge? Wir zeigen, was sich seitdem an der Nasdaq verändert hat und was das für Anleger heute bedeutet.

  • [image]

    Die bestverdienenden Bankenchefs der Welt

    Das vergangene Jahr hat sich für die Chefs der internationalen Großbanken wieder gelohnt. Doch auch in der Liga der Großverdiener gibt es deutliche Klassenunterschiede. Wir haben aufgelistet, wer wie viel erhalten hat.