• The Wall Street Journal

Gibt es Apple-Aktien bald zum Schnäppchenpreis?

    Von RALF ZERBACK
Associated Press

Die Apple-Gerüchteküche brodelt wieder einmal. Dieses Mal nicht wegen neuer Geräte, sondern wegen der Aktie.

Rund 450 Dollar - so viel kostet aktuell eine Aktie des iPhone- und iPad-Herstellers Apple . Manchem Kleinanleger mag dies recht hoch erscheinen, vielleicht zu hoch. Und so gab es immer wieder einmal die Spekulation, dass das Unternehmen einen Aktiensplit vornehmen könnte. Aus eins mach zwei oder fünf oder zehn. Auch am Dienstag kursiert ein solches Gerücht. Schon in der Aktionärsversammlung am morgigen Mittwoch könnte eine entsprechende Ankündigung erfolgen, twittert es allerorten im Netz. Darunter findet sich auch Hedgefonds-Manager Doug Kass: er habe etwas von einem Split läuten hören. Auch von einer Sonderdividende ist die Rede. Ein Apple-Sprecher will sich dazu nicht äußern.

Am Markt winken aber viele ab. Die Konzernlenker hätten bisher stets ihr Desinteresse an einem Split bekundet. Ein solcher könne allenfalls kurzfristig ein wenig Aufwind bringen, am Ende sei das Ganze aber ein Nullsummenspiel. Freilich haben die Apple-Bosse früher auch schon einmal gesagt, Tablets seien Unfug und Handys kein Geschäftsmodell. Wie auch immer, das Gerücht bringt Dampf in die Aktie. Nach einem Start im Minus legt sie nun 1,2 Prozent zu.

Sollte ein Split erfolgen, könnte sich für die Aktie eine weitere Perspektive eröffnen: Sie könnte in den edlen 30er-Club des Dow Jones Industrial Average aufgenommen werden. Und der ist immer noch einer der am stärksten beachteten Indizes der Welt. Bisher war dies nicht möglich, da der Index nach einem archaischen Verfahren auf der Addition der nominalen Aktienkurse beruht. Und da würde der aktuelle Apple-Kurs massiv verzerren. Läge er hingegen im üblichen Dow-Jones-Bereich - zwischen 10 und 200 Dollar - könnten sich die Indexpforten für Apple öffnen.

Kontakt zum Autor: ralf.zerback@dowjones.com

Copyright 2012 Dow Jones & Company, Inc. Alle Rechte vorbehalten

Dieses Textmaterial ist ausschließlich für Ihre private, nicht kommerzielle Nutzung. Die Verbreitung und die Nutzung dieses Materials unterliegt unserem Abonnentenvertrag und ist urheberrechtlich geschützt.

Preisvergleich

  • [image]

    Die teuersten Hotelstädte Europas

    Paris, London, Berlin, Lissabon: im Sommer locken Städte die Urlauber. Bei den Zimmerpreisen sind die Unterschiede groß. Wir zeigen, wo Touristen sich das Hotel leisten können - und in welchen Städte die saftigsten Preise fällig werden.

  • [image]

    Die Welt in Bildern: 27. Juli

    Ein Roboter will per Anhalter in ein Museum reisen, ein Kind leidet unter dem Krieg in Gaza, ein Ire schnorchelt im Schlamm und die Tour de France ist zu Ende - schauen Sie sich unsere Fotos des Tages an!

  • [image]

    Zu Besuch bei deutschen Start-ups

    Ständig wird über sie berichtet, ihre Dienste werden von Millionen genutzt: Deutsche Start-ups müssen sich vor der Konkurrenz aus den USA längst nicht mehr verstecken. Das zeigt auch ein Blick auf die Büros der jungen Firmen. Wir haben Onefootball, Eyeem, Wooga, Amorelie, Mymuesli, Researchgate und Outfittery in Berlin besucht.

  • [image]

    Die schlimmsten Stau-Städte der Welt

    Für alle deutschen Autofahrer im Stau gilt: Es geht noch schlimmer. Der Navigationsgeräte-Hersteller TomTom hat die Fahrzeiten in den Metropolen verglichen. Wir stellen die Stau-Hochburgen der Welt vor.

  • [image]

    Der neue Villen-Boom in Berlin

    „Arm, aber sexy" war gestern. Heute zeigt Berlin wieder Luxus. Besonders die Altbauvillen im Südwesten der Hauptstadt erleben derzeit eine neue Blütezeit.

Erwähnte Unternehmen