• The Wall Street Journal

Merkel schließt Schuldenschnitt für Griechenland nicht aus

    Von MATTHIAS GOLDSCHMIDT

BERLIN – Bundeskanzlerin Angela Merkel schließt einen Schuldenschnitt für das von der Pleite bedrohte Griechenland nicht aus. "Das derzeitige Hilfsprogramm für Griechenland läuft bis 2014, für die Erreichung bestimmter Haushaltsziele haben wir den Griechen zwei Jahre mehr Zeit gegeben, bis 2016", sagte sie der Bild am Sonntag. Wenn Griechenland eines Tages wieder mit seinen Einnahmen auskomme, ohne neue Schulden aufzunehmen, müsse die Lage neu bewertet werden. "Das ist nicht vor 2014/15 der Fall, wenn alles nach Plan läuft."

Gleichzeitig plädierte Merkel für härteren Sanktionen gegenüber den Schuldenstaaten der Eurozone. "Langfristig bin ich durchaus der Auffassung, dass wir überlegen, wie wir in unserer Rechtsordnung Verfahren für Staaten entwickeln, die ihren Verpflichtungen nicht nachkommen." Dem Ausschluss Griechenlands aus dem Euro lehnt sie derzeit ab. Das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro gegen seinen Willen würde mehr Geld kosten, "als der von uns eingeschlagene Weg". Er würde "unserer Wirtschaft" schwer schaden.

Kontakt zum Autor: matthias.goldschmidt@dowjones.com

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