• The Wall Street Journal

J.P. Morgan kürzt Dimon trotz Gewinnsprung das Gehalt

    Von MATTHIAS GOLDSCHMIDT

Dank eines starken Wachstums in allen Geschäftsbereichen hat die amerikanische Großbank J.P. Morgan Chase im vierten Quartal ein exzellentes Ergebnis erzielt. Der Gewinn legte um mehr als die Hälfte zu und übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich.

Im Zeitraum von Oktober bis Dezember verdiente die nach Vermögenswerten größte Bank der USA unter dem Strich 5,7 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie betrug 1,39 Dollar, Analysten hatten im Vorfeld lediglich 1,16 Dollar erwartet. Die Einnahmen kletterten um 10 Prozent auf 23,65 Milliarden Dollar.

Im Gesamtjahr 2012 verdiente die Bank 21,3 Milliarden Dollar. Auf Jahresbasis fiel der Gewinnzuwachs mit 12 Prozent deutlich geringer aus als im Quartal. Grund ist der Handelsskandal, der die Bank im Frühjahr ereilt hatte. Ein unter dem Spitznamen "Wal von London" tätiger Händler hatte der Bank im Mai mit fehlgeleiteten Derivate-Geschäften erheblichen Schaden zugefügt. Das Debakel hatte vielen Managern den Job gekostet.

Konzernchef Jamie Dimon konnte sich über den Skandal retten. Die Affäre wird sich aber auf sein Konto auswirken. Wie das Unternehmen bekanntgab, sind Dimons Gesamtbezüge für 2012 mit 11,5 Millionen Dollar nur knapp halb so hoch wie im Jahr zuvor.

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