• The Wall Street Journal

Goldman Sachs sprengt die Erwartungen

    Von STEFANIE HAXEL und THOMAS LEPPERT

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihren Gewinn im vierten Quartal kräftig gesteigert. Zugute kamen dem Institut gute Geschäfte vor allem im Investmentbanking. Von Oktober bis Dezember verdiente Goldman mit 2,89 Milliarden US-Dollar fast dreimal soviel wie im Jahr zuvor und übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich.

Der Gewinn je Aktie sprang auf 5,60 von 1,84 Dollar. Analysten hatten im Durchschnitt nur mit einer Gewinnverdopplung auf 3,71 Dollar je Aktie gerechnet. Auch die Einnahmen stiegen überraschend kräftig um gut die Hälfte auf 9,24 Milliarden Dollar. Allein im Investmentbanking legten sie um fast zwei Drittel auf 1,41 Milliarden Dollar zu.

REUTERS

Aoldman Sachs übertrifft im Schlussquartal alle Erwartungen und verdreifacht seinen Gewinn.

Die guten Zahlen sind auch darauf zurückzuführen, dass Goldman angesichts der noch immer nicht besonders guten Umfeldes und eines unsicheren Ausblicks den Gürtel enger geschnallt hat. Ende November beschäftigte die Investmentbank mit 32.400 Mitarbeitern fast 1.000 weniger als Ende 2011. Die Rücklagen für Bonuszahlungen beliefen sich im Schlussquartal auf 1,98 Milliarden Dollar - elf Prozent weniger als vor einem Jahr.

Im Aktienhandel werden die Zahlen von Goldman Sachs als "sehr gut" eingeschätzt. "Sowohl Umsatz als auch Gewinn liegen deutlich oberhalb der Markterwartung", sagt ein Händler. "Es wird schwer sein, an diesen Zahlen etwas zu bemängeln", ergänzt er. Die Aktie von Goldman Sachs legt vorbörslich um gut zwei Prozent zu.

Die Investmentbanken waren von der europäischen Schuldenkrise und den grassierende Sorgen um die Weltwirtschaft besonders hart getroffen, verdienten zuletzt aber wieder prächtig. Das hatten bereits die Berichte über den Verlauf des dritten Quartals gezeigt. Die Institute profitierten dabei vor allem von dem wieder anziehenden Immobilienmarkt in den USA.

Am Mittwoch hatte auch J.P.Morgan für das vierte Quartal einen Gewinnsprung um mehr als die Hälfte auf 5,7 Milliarden Dollar ausgewiesen. Analysten bemängelten hier aber, dass dieser vor allem auf eine Steuergutschrift zurückzuführen sei.

Im Laufe der Woche werden noch Bank of America und die Citigroup Zahlen für das Schlußquartal 2012 vorlegen.

Kontakt zum Autor: stefanie.haxel@dowjones.com und thomas.leppert@dowjones.com

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