• The Wall Street Journal

Wunschpartner der Telekom laufen die Kunden weg

    Von Drew Fitzgerald und Hendrik Varnholt

Kein gutes Zeichen für die Deutsche Telekom : Ihr Übernahmekandidat, der US-Mobilfunkanbieter MetroPCS, verliert rasant an Kunden. Der Prepaid-Provider verzeichnete zum Ende des vergangenen Jahres nur noch rund 8,9 Millionen Menschen - etwa 460.000 weniger als im Jahr zuvor.

dapd

Eine New Yorker Filiale von MetroPCS: Im Oktober hatte die Telekom ihren Übernahmewunsch angekündigt.

Der US-Markt für Mobilfunkdienstleistungen ohne Vertragsbindung ist hoch umkämpft. Zudem musste MetroPCS im vergangenen Jahr vergleichsweise hohe Ausgaben für Werbemaßnahmen verbuchen.

Allein im abgelaufenen Quartal schrumpfte der Kundenstamm von MetroPCS um rund 94.000 Handy-Nutzer. Im ganzen Jahr 2012 gewann das Unternehmen zwar rund 3,3 Millionen Neukunden, verlor aber gleichzeitig deutlich mehr an die Konkurrenz. Im Jahr 2011 sah das noch anders aus: Damals kamen rund 5,3 Millionen Neukunden hinzu. Insgesamt wuchs der Kundenstamm um rund 1,2 Millionen Nutzer.

Fusion von 42 Millionen Kunden

T-Mobile USA hatte im Oktober angekündigt, den kleineren Konkurrenten zu übernehmen. Auch die Tochter der Deutschen Telekom steht unter Druck: Sie verliert Vertragskunden, die im Vergleich zu Prepaid-Kunden als wertvoller gelten.

Durch den Zusammenschluss von T-Mobile USA und MetroPCS soll ein Mobilfunkanbieter mit rund 42 Millionen Kunden entstehen. Das gemeinsame Unternehmen wäre gleichwohl nur der viertgrößte Anbieter auf dem US-Markt nach den Konkurrenten Verizon Wireless, AT&T und Sprint Nextel .

Mitarbeit: Sam Schechner und Archibald Preuschat

Kontakt zum Autor: redaktion@wallstreetjournal.de

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