• The Wall Street Journal

United Technologies will mit Flugzeugtechnik wachsen

    Von MATTHIAS GOLDSCHMIDT

Das Industriekonglomerat United Technologies hat Gewinn und Umsatz im vierten Quartal zwar kräftig steigern können. Einen Großteil der Gewinne trugen aber jene Geschäftsbereiche bei, die der für Otis-Aufzüge bekannte Konzern nicht fortführt.

Unter dem Strich verdiente das Unternehmen mit 2,1 Milliarden US-Dollar zwar deutlich mehr als im Vorjahr, als 1,3 Milliarden Dollar zu Buche gestanden hatten. Der Gewinn aus dem fortgeführtem Geschäft betrug aber lediglich 1,5 Milliarden Dollar, rund 300 Millionen Dollar weniger als im Vorjahreszeitraum, was einem Gewinn je Aktie von 1,04 Dollar entspricht. Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 16,4 Milliarden Dollar.

Den Ausblick für das laufende Jahr hatte United Technologies bereits im Dezember ausgegeben. Der Konzern will kräftig wachsen, trotz der Probleme der Helikopter-Sparte Sikorsky. United setzt aber auf den für 16,5 Milliarden Dollar zugekauften Flugzeugtechnik-Zulieferer Goodrich, der 2013 vollständig konsolidiert wird. Dieser soll zum Wachstum beitragen.

So soll der Umsatz 2013 auf 64 bis 65 Milliarden Dollar zulegen. Der Gewinn je Aktie soll auf bis zu 6,15 Dollar steigen. 2012 standen Erlöse von 57,7 Milliarden Dollar und ein Ergebnis je Anteilsschein von 5,35 Dollar zu Buche.

Wegen der Milliardenübernahme war das vergangene Jahr bei United Technologies von massiven Umbaumaßnahmen bei der Konzernstruktur gekennzeichnet. Im Gegenzug für die Genehmigungen der Kartellbehörden und für die Finanzierung der Goodrich-Übernahme musste der Konzern zahlreiche andere Unternehmensteile veräußern, darunter Bereiche seiner Raketentriebwerks-Tochter Rocketdyne.

Kontakt zum Autor: matthias.goldschmidt@dowjones.com

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