• The Wall Street Journal

Finanzinvestor KKR will aus Joint Venture mit Bertelsmann heraus

    Von ARCHIBALD PREUSCHAT

Der Finanzinvestor KKR strebt laut Kreisen den baldigen Ausstieg aus dem gemeinsam mit Bertelsmann betriebenen Musikrechte-Joint-Venture BMG Right Management an. KKR war im Oktober 2009 bei BMG eingestiegen. Seitdem habe sich das Unternehmen hervorragend entwickelt, darum könne der Finanzinvestor eher als ursprünglich geplant aussteigen, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Freitag dem Wall Street Journal Deutschland. Finanzinvestoren beteiligen sich in der Regel zwischen 3 und 7 Jahren an Projekten.

Der Bertelsmann-Vorstandsvorsitzende Thomas Rabe hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach Interesse bekundet, BMG, den nunmehr viertgrößten Musikrechteverlag der Welt, alleine weiter zu führen.

Ein Bertelsmann-Sprecher wollte eine mögliche Übernahme der KKR-Anteile an BMG, die mehr als eine halbe Milliarde Euro wert sein könnten, nicht kommentieren.

Bertelsmann hatte vor einigen Wochen angekündigt, den Anteil an der Fernsehkette RTL Group von derzeit über 90 auf 75 Prozent zu reduzieren. Ein solcher Deal würde rund 2 Milliarden Euro in die Kassen des Gütersloher Familienunternehmens spülen. Rabe hatte angekündigt, das Geld auch für Zukäufe nutzen zu wollen.

Kontakt zum Autor: archibald.preuschat@dowjones.com

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