• The Wall Street Journal

25 Tote nach Explosion bei Pemex in Mexiko

    Von LAURENCE ILIFF

A news report by Spanish language Televisa shows the aftermath of an explosion at the main headquarters of Petroleos Mexicanos in Mexico City on Thursday. The blast killed more than a dozen and injured 80 according to early reports. Photo: AP

Eine folgenschwere Explosion hat die Zentrale des staatlichen Ölmonopolisten Petroleos Mexicanos (Pemex) schwer erschüttert. Mindestens 25 Menschen kamen dabei ums Leben. Weitere etwa 100 Menschen erlitten laut Regierungsvertretern Verletzungen. Eine noch nicht genau geklärte Zahl von Menschen - laut inoffiziellen Angaben könnten es Dutzende sein - liegt offenbar unter den Trümmern. Die Katastrophe wirft ein bezeichnendes Schlaglicht auf die Sicherheit beim mexikanischen Ölkonzern.

Die Explosion traf ein Verwaltungsgebäude in Mexiko-Stadt gleich neben dem Hauptturm des Unternehmens, sagte der mexikanische Innenminister Miguel Angel Osorio Chong. Die Zahl der Toten könne noch steigen. Rettungskräfte versuchten sich durch massive Beton- und Stahlblöcke durchzubohren. Das Ziel: Sie wollten sich bis zum schwer verwüsteten Keller vorkämpfen, um Mitarbeiter dort aus den Trümmern zu befreien. Der instabile Baukörper verhindert dabei jedoch momentan einen Erfolg der Rettungsaktion.

Der Grund für die Explosion bleibt vorerst ungeklärt. Pemex analysiert nach eigenen Angaben die Ursache und bezeichnete jegliche Spekulation als voreilig. Eine Mitarbeiterin vermutet, dass die Explosion von einer Trafostation im Gebäude ausging. "Ganz plötzlich gab es eine Erschütterung und dann war alles in Trümmern", sagte die Pemex-Angestellte dem Fernsehsender Milenio TV. Bei der Explosion seien die Lampen ausgegangen, was eine Flucht erschwert habe.

Die Katastrophe beeinflusse nicht den Betrieb von Pemex, versicherte Außenminister Jose Antonio Meade in einem Interview. Entscheidungen könnten weiter getroffen werden, die Produktionskapazität verringere sich nicht.

Fernsehbilder zeigen ein großes Feuer, das um den Wolkenkratzer herum kurz aufflackert. Dutzende von Krankenwagen stehen vor dem Gebäude. Sanitäter transportieren die Verletzten auf Krankenbahren zu den Ambulanzen. Rettungshubschrauber sind im Einsatz. Der mexikanische Präsident Enrique Pena Nieto machte sich vor Ort selbst ein Bild von der Lage. Soldaten schirmten das Gelände in dem Arbeiterviertel von Mexiko-Stadt ab.

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