• The Wall Street Journal

US-Vizepräsident hält in München Lobrede auf Europa

    Von DAPD

US-Präsident Barack Obama setzt auch in seiner zweiten Amtszeit auf eine umfassende Partnerschaft mit Europa. Sein Vizepräsident Joe Biden versicherte am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz, die Europäer blieben die engsten Verbündeten Amerikas. Obama betrachte Europa als den "Grundpfeiler" für das internationale Engagement der USA. Gegen Bedrohungen solle weiter gemeinsam vorgegangen werden.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) bezeichnete die strategische Partnerschaft mit den USA als den "stärksten Trumpf" Europas. Er warb zugleich für einen deutlichen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen. Die Zeit sei "reif für einen gemeinsamen transatlantischen Binnenmarkt".

Wichtige Themen auf der Sicherheitskonferenz waren erneut die aktuellen Konflikte in Syrien und in Mali. Der internationale Syrien-Sondergesandte Lakhdar Brahimi hatte am späten Freitagabend den Sicherheitsrat zu einem raschen Handeln aufgefordert. Er warnte, Syrien zerfalle.

Westerwelle sagte, in Syrien sei "der Einstieg in einen politischen Transformationsprozess die dringendste Aufgabe". Er fügte hinzu: "Zugleich werden uns die regionalen Auswirkungen des Konflikts und die gefährlichen chemischen Massenvernichtungswaffen auf Jahre hinaus vor eine sicherheits- und abrüstungspolitische Herkulesaufgabe stellen."

Deutschland weitet Hilfe für Mali aus

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) kündigte am Rande der Konferenz an, dass Deutschland seine Mali-Hilfe ausweitet. Rund 40 Bundeswehrsoldaten sollen demzufolge ab März bei der Ausbildung der malischen Streitkräfte vor Ort helfen. Ferner könne demnächst die Hilfe bei der Betankung französischer Kampfjets starten. Beide Vorhaben sollen noch in diesem Monat vom Bundestag bestätigt werden.

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen warnte in seiner Rede vor weiteren Kürzungen der Wehretats in europäischen Mitgliedstaaten. Bald könnten verschiedene Bündnispartnern nicht mehr in der Lage sein, zusammen mit den USA in wichtigen Bereichen zu agieren.

Kontakt zum Autor: redaktion@wallstreetjournal.de

Copyright 2012 Dow Jones & Company, Inc. Alle Rechte vorbehalten

Dieses Textmaterial ist ausschließlich für Ihre private, nicht kommerzielle Nutzung. Die Verbreitung und die Nutzung dieses Materials unterliegt unserem Abonnentenvertrag und ist urheberrechtlich geschützt.

Panorama

  • [image]

    Die Welt in Bildern: 28. Juli

    Sicherheitskontrollen und Süßigkeiten zum Ende des Fastenmonats Ramadan. Ein Boxschlag, der Gesichstzüge entgleisen lässt. Eine Feuersbrunst, die eine ganze Stadt bedroht. Dieses und mehr zeigen unsere Bilder des Tages.

  • [image]

    Zu Besuch bei deutschen Start-ups

    Ständig wird über sie berichtet, ihre Dienste werden von Millionen genutzt: Deutsche Start-ups müssen sich vor der Konkurrenz aus den USA längst nicht mehr verstecken. Das zeigt auch ein Blick auf die Büros der jungen Firmen. Wir haben Onefootball, Eyeem, Wooga, Amorelie, Mymuesli, Researchgate und Outfittery in Berlin besucht.

  • [image]

    Die teuersten Hotelstädte Europas

    Paris, London, Berlin, Lissabon: im Sommer locken Städte die Urlauber. Bei den Zimmerpreisen sind die Unterschiede groß. Wir zeigen, wo Touristen sich das Hotel leisten können - und in welchen Städte die saftigsten Preise fällig werden.

  • [image]

    Die schlimmsten Stau-Städte der Welt

    Für alle deutschen Autofahrer im Stau gilt: Es geht noch schlimmer. Der Navigationsgeräte-Hersteller TomTom hat die Fahrzeiten in den Metropolen verglichen. Wir stellen die Stau-Hochburgen der Welt vor.

  • [image]

    Der neue Villen-Boom in Berlin

    „Arm, aber sexy" war gestern. Heute zeigt Berlin wieder Luxus. Besonders die Altbauvillen im Südwesten der Hauptstadt erleben derzeit eine neue Blütezeit.