• The Wall Street Journal

Deutscher Einzelhandel schwächer als erwartet

    Von HANS BENTZIEN

Der Umsatz im Deutschen Einzelhandel ist im Oktober sehr viel schwächer als erwartet gewesen. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) sanken die Umsätze gegenüber dem Vormonat um 2,8 Prozent, nachdem sie im September um 0,5 Prozent gestiegen waren. Das war der stärkste Rückgang seit Januar 2009. Die vom Wall Street Journal Deutschland befragten Volkswirte hatten einen Umsatzrückgang um nur 0,4 Prozent prognostiziert.

Die Konsumlaune der Deutschen hat sich im Herbst in engen Grenzen gehalten. Das verdeutlichen die Umsätze im Einzelhandel, die im Oktober um 2,8 Prozent gefallen sind.

Die Zahlen könnten die Hoffnung auf eine etwas kräftigere Belebung des privaten Konsums in Deutschland dämpfen, die nicht zuletzt vom Einzelhandel selbst geschürt wird. Der Einzelhandelsverband HDE hatte kürzlich für 2012 einen Umsatzanstieg von 1,5 Prozent prognostiziert.

Allerdings bezog sich diese Voraussage auf den nicht-inflationsbereinigten Umsatz, der nach Mitteilung von Destatis zwischen Januar und Oktober um 2,2 Prozent zugenommen hat. Inflationsbereinigt stagnierte der Umsatz in diesem Zeitraum, was auch der HDE-Prognose für das Gesamtjahr entspricht.

Allerdings sollten die aktuell schwachen Zahlen nicht überbewertet werden. Zu einem werden deutsche Einzelhandelsdaten häufig stark revidiert. Zum anderen könnten die Umsätze unter einem frühen Wintereinbruch gelitten haben.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

Copyright 2012 Dow Jones & Company, Inc. Alle Rechte vorbehalten

Dieses Textmaterial ist ausschließlich für Ihre private, nicht kommerzielle Nutzung. Die Verbreitung und die Nutzung dieses Materials unterliegt unserem Abonnentenvertrag und ist urheberrechtlich geschützt.

Panorama

  • [image]

    Die Welt in Bildern: 31. Juli

    Wasser marsch: in Frankreich spielten Kinder am Donnerstag an Springbrunnen, in Deutschland strömten Urlauber ins Freibad und in Indien trotzten Anwohner einem Wolkenbruch. Das und mehr zeigen unsere Fotos des Tages.

  • [image]

    Biene, Eule, Pinguin: Die tierischen Maskottchen von Tech-Firmen

    Viele Produkte von Tech-Firmen sind schwer verständlich für Laien. Die Unternehmen haben es darum oft nicht leicht, für sich zu werben. Etliche setzen auf Tiere, um ihre Marke bekannt zu machen. Wir stellen 30 von ihnen vor.

  • [image]

    Die teuersten Hotelstädte Europas

    Paris, London, Berlin, Lissabon: Im Sommer locken Städte die Urlauber. Bei den Zimmerpreisen sind die Unterschiede groß. Wir zeigen, wo Touristen sich das Hotel leisten können - und in welchen Städten die saftigsten Preise fällig werden.

  • [image]

    Zu Besuch bei deutschen Start-ups

    Ständig wird über sie berichtet, ihre Dienste werden von Millionen genutzt: Deutsche Start-ups müssen sich vor der Konkurrenz aus den USA längst nicht mehr verstecken. Das zeigt auch ein Blick auf die Büros der jungen Firmen. Wir haben Onefootball, Eyeem, Wooga, Amorelie, Mymuesli, Researchgate und Outfittery in Berlin besucht.

  • [image]

    Die schlimmsten Stau-Städte der Welt

    Für alle deutschen Autofahrer im Stau gilt: Es geht noch schlimmer. Der Navigationsgeräte-Hersteller TomTom hat die Fahrzeiten in den Metropolen verglichen. Wir stellen die Stau-Hochburgen der Welt vor.

  • [image]

    Der neue Villen-Boom in Berlin

    „Arm, aber sexy" war gestern. Heute zeigt Berlin wieder Luxus. Besonders die Altbauvillen im Südwesten der Hauptstadt erleben derzeit eine neue Blütezeit.