• The Wall Street Journal

Troika äußert sich positiv zu Griechenland

    Von LAURENCE NORMAN und ANDREAS PLECKO

Die Trokia internationaler Geldgeber macht Griechenland Mut, allerdings muss das Land weiter auf die endgültige Freigabe neuer Kredite warten. "Der Troika-Bericht ist im Grundton positiv, weil die Griechen ja wirklich geliefert haben", sagte der Vorsitzende der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, nach Angaben der Agentur AFP vor einem Treffen in Brüssel. Wahrscheinlich würden aber beim Treffen der EU-Finanzminister am Nachmittag noch keine endgültigen Beschlüsse zu Griechenland gefällt, weil es noch offene Fragen zur der Schuldentragfähigkeit und zur Verlängerung des Anpassungsprogramms gebe.

Der Troika-Bericht sei in der Nacht zugesandt worden, fügte Juncker hinzu. Eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums (BMF) erklärte allerdings, dass der Bundesregierung der Troika-Bericht noch nicht vorliege.

dapd

Trotz Protesten aus dem Volk hat Griechenlands Parlament das Sparpaket beschlossen. Dafür gibt es Lob von internationaler Seite.

Das griechische Parlament hatte in der Nacht den neuen Sparhaushalt für das Jahr 2013 mit solider Mehrheit beschlossen und hofft nun auf weitere Rettungshilfen aus dem Ausland. Der Haushalt basiert auf der Annahme, dass Griechenland zwei Jahre mehr Zeit bekommt, um seine Schulden zu senken. Die internationalen Gläubiger aber müssen dieser Fristverlängerung bis 2016 noch zustimmen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Verabschiedung des Haushalts in Griechenland durch das Parlament mit "großem Respekt" zur Kenntnis. Die Kanzlerin habe die "große Kraftanstrengung" gewürdigt, erklärte eine Regierungssprecher.

Griechenland benötigt eigentlich bis zum Freitag neue Finanzmittel, um fällige Anleihen abzulösen. Da so schnell keine Überweisung aus Brüssel zu erwarten ist, will Griechenland die kurzfristige Schuldenaufnahme hochfahren. Die Finanzagentur hat für Dienstag die Auktion vier- und 13-wöchiger Schuldverschreibungen im Volumen von 3,125 Milliarden Euro angekündigt. Das ist deutlich mehr als üblich. Hinzu kommen Tranchen für staatliche Abnehmer, die am Tag der Auktion beziehungsweise am 15. November zugeteilt werden.

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