• The Wall Street Journal

Tablets: Microsoft greift mit dem Surface an

    Von SHIRA OVIDE

Microsoft greift mit seinem neuen Tablet, dem Surface, an. Seit der Software-Gigant Ende Oktober seinen ersten selbstgebauten Computer auf den Markt brachte, war das Gerät nur in den wenigen eigenen Geschäften der Kette und über das Internet zu kaufen – und das in nur wenigen Ländern außerhalb der USA. Nun weitet Microsoft den Händlerkreis aus: Ab Mitte Dezember sollen auch große Elektronikketten in den USA und Australien das Gerät anbieten können, erklärte Microsoft.

Die beiden Handelsriesen Best Buy und Staples kündigten an, sie würden den Surface schon ab Mittwoch in den USA anbieten. Schon vorher hatten Manager aus diesen Unternehmen zu erkennen gegeben, dass sie das Gerät in ihren Geschäften verkaufen wollen.

Bisher hat Microsoft eine Version des Surface für 499 US-Dollar und mehr verkauft, die mit Windows RT läuft – der Tablet-Version von Windows 8. Der Tablet war so nicht kompatibel mit vielen älteren Programmen.

Über die Verkaufszahlen hat Windows bisher nichts verraten – aber nach Zahlen des US-Marktforschungsunternehmens NPD haben sich mit Windows 8 betriebene Geräte im Allgemeinen nach der Markteinführung zunächst schlecht verkauft.

Der eingeschränkte Vertrieb des Surface hatte auch einen Vorteil: So brachte Microsoft die PC-Hersteller weniger gegen sich auf, die den Surface als Bedrohung für ihre Marktanteile betrachteten.

Denn in der Vergangenheit hat Microsoft die Software gemacht, die auf den Computern läuft – aber die Hardware-Komponente überließ der Konzern Computerbauern wie Lenovo und Dell. Wenn Microsoft jetzt das Einzelhandelsgeschäft mit dem Surface ankurbelt, könnte das Unternehmen wieder den Groll der Hersteller auf sich ziehen.

Microsoft erklärte gleichzeitig, etwa drei Dutzend seiner Popup-Stores weiter betreiben zu wollen. In solchen improvisierten Geschäften wie etwa Kiosken, die in Einkaufszentren stehen, verkauft das Unternehmen seit Oktober den Surface und andere Produkte.

Microsoft betreibt in den USA bereits seit 2009 eigene Filialen. Die gut zwei Dutzend Geschäfte im Land sind allerdings ein Klacks verglichen mit dem riesigen Apple-Filialnetz.

Kontakt zum Autor: redaktion@wallstreetjournal.de

Copyright 2012 Dow Jones & Company, Inc. Alle Rechte vorbehalten

Dieses Textmaterial ist ausschließlich für Ihre private, nicht kommerzielle Nutzung. Die Verbreitung und die Nutzung dieses Materials unterliegt unserem Abonnentenvertrag und ist urheberrechtlich geschützt.

Panorama

  • [image]

    Die Welt in Bildern: 23. April

    Bayern-Fans in Madrid, kleine Toreros in der Arena von Sevilla, eine kalte Dusche auf den Philippinen und ein Hoffnungsschimmer für Griechenland. Das und noch viel mehr steckt heute in unseren Bildern des Tages.

  • [image]

    Die Auto-Neuheiten aus China

    Der chinesische Automarkt gilt als schwierig - aber auch als lukrativ. Im Jahr des Pferdes versuchen die Autobauer mit limitierten Editionen und protzigen Modellen, die Käufer zu umgarnen. Wir zeigen Ihnen die Neuheiten der Automesse in Peking.

  • [image]

    Panini-Sticker: Höhepunkte aus 40 Jahren

    Zur Weltmeisterschaft im eigenen Land kamen 1974 die ersten Panini-Klebebilder in Deutschland auf den Markt, inzwischen haben sie Kultstatus. Ein Rückblick auf 40 Jahre Fußballgeschichte.

  • [image]

    Diese Länder sind die Wachstums-Stars

    Die Weltwirtschaft gewinnt weiter an Schwung. Wachstums-Impulse kommen aus den Industrieländern, auch aus Europa. Die höchsten Wachstumsraten sitzen aber woanders. Wir zeigen Ihnen, wo die Wirtschaft am stärksten boomt.

  • [image]

    Die bestverdienenden Bankenchefs der Welt

    Das vergangene Jahr hat sich für die Chefs der internationalen Großbanken wieder gelohnt. Doch auch in der Liga der Großverdiener gibt es deutliche Klassenunterschiede. Wir haben aufgelistet, wer wie viel erhalten hat.

Erwähnte Unternehmen