• The Wall Street Journal

Hoher Ordereingang gibt Rheinmetall nach Gewinnflaute Hoffnung

    Von MATTHIAS GOLDSCHMIDT

Die sinkenden Militärausgaben vieler Regierungen machen der Rheinmetall AG zu schaffen. Der Panzer- und Autoteilehersteller hat im vergangenen Jahr trotz höherer Erlöse deutlich weniger verdient. Die Markterwartungen und seine im November nach unten revidierten Ziele konnte das im MDax notierte Unternehmen zumindest beim Gewinn nun übertreffen. Positiv fällt auch der hohe Ordereingang im Geschäft mit Wehrtechnik auf.

Das operative Ergebnis sank 2012 auf 301 Millionen von 354 Millionen Euro, was seinerzeit ein Rekord war. Analysten hatten den Düsseldorfern mit 285 Millionen Euro weniger zugetraut. Der Umsatz legte um 6 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro zu. Hier lag die Marktschätzung etwas höher.

Im Bereich Defence sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 22 Prozent auf 174 Millionen Euro. Die Automobilsparte, deren Börsengang immer mal wieder diskutiert wird, verdiente mit 143 Millionen Euro etwas weniger.

Hoffnung gibt Rheinmetall der Aufragseingang. Er kletterte 2012 beim Geschäft mit Wehrtechnik auf gut 2,9 Milliarden, ein Plus von gut 1 Milliarde Euro. Vor allem im Schlussquartal lief es deutlich besser. Das setzte sich zu Jahresbeginn fort. Im Januar kamen Aufträge im dreistelligen Millionenbereich rein.

Der Konzern hatte seine Jahresziele im November wegen sinkender Verteidigungsausgaben und des schwierigen Umfelds im Automobilgeschäft kassiert. Rheinmetall hatte zuletzt mit einem Umsatz von 4,8 Milliarden Euro und einem operativen Ergebnis von 300 Millionen Euro gerechnet.

Ein Ziel für 2013 nannte Rheinmetall nicht. Am 20. März bei Vorlage des Geschäftsberichts soll die Prognose genannt werden, sagte ein Unternehmenssprecher.

Kontakt zum Autor: matthias.goldschmidt@dowjones.com

Copyright 2012 Dow Jones & Company, Inc. Alle Rechte vorbehalten

Dieses Textmaterial ist ausschließlich für Ihre private, nicht kommerzielle Nutzung. Die Verbreitung und die Nutzung dieses Materials unterliegt unserem Abonnentenvertrag und ist urheberrechtlich geschützt.

Georgien

  • [image]

    Die furchterregendste Gondelfahrt der Welt

    Was Besuchern den Angstschweiß auf die Stirn treibt, ist für die Einwohner der georgischen Stadt Tschiatura Alltag. Die Seilbahnen aus der Stalin-Zeit an den Hängen des Kaukasus fahren trotz Rost noch immer.

  • [image]

    Die Welt in Bildern: 13. April

    Rund um den Globus bereiteten sich Religiöse am Sonntag auf das Osterfest oder das jüdische Pessachfest vor: Manche trugen Zipfelmützen, andere Schläfenlocken. Nur in Italien trugen Menschen Superhelden-Kostüme. Sehen Sie selbst!

  • [image]

    Diese Länder sind die Wachstums-Stars

    Die Weltwirtschaft gewinnt weiter an Schwung. Wachstums-Impulse kommen aus den Industrieländern, auch aus Europa. Die höchsten Wachstumsraten sitzen aber woanders. Wir zeigen Ihnen, wo die Wirtschaft am stärksten boomt.

  • [image]

    Wie sich die Nasdaq seit dem Tech-Crash verändert hat

    Vor gut 14 Jahren begann in den USA die Tech-Blase zu platzen. Jetzt bewegt sich der Nasdaq Composite wieder auf dem Niveau von damals. Ist das ein Grund zur Sorge? Wir zeigen, was sich seitdem an der Nasdaq verändert hat und was das für Anleger heute bedeutet.

  • [image]

    Die bestverdienenden Bankenchefs der Welt

    Das vergangene Jahr hat sich für die Chefs der internationalen Großbanken wieder gelohnt. Doch auch in der Liga der Großverdiener gibt es deutliche Klassenunterschiede. Wir haben aufgelistet, wer wie viel erhalten hat.

  • [image]

    Die besten deutschen Aktien –
    und die größten Verlierer

    Die große Rally scheint es in diesem Jahr an den Aktienmärkten nicht zu geben. Der Dax etwa notiert nach den ersten drei Monaten 2014 nur wenig verändert. Umso wichtiger ist es deshalb, die richtigen Aktien herauszupicken. Wir zeigen die größten Gewinner und Verlierer aus Deutschland.

Erwähnte Unternehmen