• The Wall Street Journal

DIHK fürchtet Nachteile aus Freihandel mit USA

    Von MATTHIAS GOLDSCHMIDT

In der deutschen Industrie ruft das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA mit Blick auf China auch Bedenken hervor. "Protektionismus gegen China wäre genau die verkehrte Stoßrichtung", sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier, dem Nachrichtenmagazin Focus. Eine Vielzahl der exportorientierten mittelständischen Unternehmen profitiere nicht von bilateralen Abkommen.

Im deutschen Interesse sei eine breit angelegte Politik des Freihandels, so Treier. "Mit den USA haben wir bereits einen gut florierenden Handel", so der Funktionär. "Wenn aber China das Abkommen als Affront sehen würde, könnte das heimischen Unternehmen schaden."

Die deutsche Wirtschaft leide unter der Abschottungstendenz einzelner Staaten wie China, Russland, Indien und Brasilien. Es sei darum wichtig, im Schulterschluss mit den USA und durch richtige Kommunikation einen Anreiz für weitere Freihandelsabkommen mit den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) zu schaffen.

Präsident Barack Obama hatte diese Woche in seiner Rede zur Lage der Nation in Washington gesagt: "Heute gebe ich bekannt, dass wir Verhandlungen über eine umfassende transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft mit der Europäischen Union starten werden." Die Bundesregierung begrüßte die Ankündigung. "Das ist ein wertvoller Beitrag für mehr Wachstum und Beschäftigung auf beiden Seiten", hatte Regierungssprecher Steffen Seibert gesagt. Die Bundesregierung hoffe, dass die "Voraussetzungen für die Verhandlungsaufnahme" noch unter irischer EU-Ratspräsidentschaft geschaffen würden.

Kontakt zum Autor: matthias.goldschmidt@dowjones.com

Copyright 2012 Dow Jones & Company, Inc. Alle Rechte vorbehalten

Dieses Textmaterial ist ausschließlich für Ihre private, nicht kommerzielle Nutzung. Die Verbreitung und die Nutzung dieses Materials unterliegt unserem Abonnentenvertrag und ist urheberrechtlich geschützt.

Haus der Woche

  • [image]

    Hippe Box aus Licht und Glas in Venice Beach

    Ein Haus aus Licht und Glas, nur einen Steinwurf von dem bunten Treiben auf der Promenade von Venice Beach entfernt, ist unser Haus der Woche. Von der Couch aus blickt man hier direkt in den blauen Himmel über dem Strand bei Los Angeles.

  • [image]

    Die Welt in Bildern: 10. April

    Eine Ostereier-Färbe-Maschine in Nordrhein-Westfalen, frisch gezimmerte Särge in Wien, gewalttätige Polizisten in den USA und Papp-Wahlkandidaten in Indien. Das und mehr sehen Sie in unseren Fotos des Tages.

  • [image]

    Diese Länder sind die Wachstums-Stars

    Die Weltwirtschaft gewinnt weiter an Schwung. Wachstums-Impulse kommen aus den Industrieländern, auch aus Europa. Die höchsten Wachstumsraten sitzen aber woanders. Wir zeigen Ihnen, wo die Wirtschaft am stärksten boomt.

  • [image]

    Wie sich die Nasdaq seit dem Tech-Crash verändert hat

    Vor gut 14 Jahren begann in den USA die Tech-Blase zu platzen. Jetzt bewegt sich der Nasdaq Composite wieder auf dem Niveau von damals. Ist das ein Grund zur Sorge? Wir zeigen, was sich seitdem an der Nasdaq verändert hat und was das für Anleger heute bedeutet.

  • [image]

    Die bestverdienenden Bankenchefs der Welt

    Das vergangene Jahr hat sich für die Chefs der internationalen Großbanken wieder gelohnt. Doch auch in der Liga der Großverdiener gibt es deutliche Klassenunterschiede. Wir haben aufgelistet, wer wie viel erhalten hat.

  • [image]

    Die besten deutschen Aktien –
    und die größten Verlierer

    Die große Rally scheint es in diesem Jahr an den Aktienmärkten nicht zu geben. Der Dax etwa notiert nach den ersten drei Monaten 2014 nur wenig verändert. Umso wichtiger ist es deshalb, die richtigen Aktien herauszupicken. Wir zeigen die größten Gewinner und Verlierer aus Deutschland.