• The Wall Street Journal

GM behält beim Absatz die Nase vorn - vor Volkswagen

    Von JEFF BENNETT
Associated Press

DETROIT - Der amerikanische Autohersteller General Motors hat im vergangenen Jahr weltweit 9,2 Millionen Fahrzeuge verkauft und damit nur noch einen kleinen Vorsprung auf den Verfolger Volkswagen . Die Amerikaner steigerten ihre Verkaufszahlen 2012 nach eigenen Angaben um 2,9 Prozent. Der an die Weltspitze strebende deutsche VW-Konzern wuchs vergangenes Jahr mit gut 11 Prozent deutlich schneller als der Wettbewerber aus Übersee. Der VW-Absatz blieb mit 9,07 Millionen allerdings hinter den Verkaufszahlen von GM zurück.

Wie die anderen Hersteller auch, hatte GM vergangenes Jahr mit einer ausgeprägten Schwäche des Europa-Geschäfts zu kämpfen. Die Probleme dort wurden aber durch gute Verkaufszahlen in Nordamerika und China mehr als wettgemacht. Der US-Konzern profitierte insbesondere vom Erfolg seiner Marke Chevrolet.

Volkswagen will bis 2018 größter Autohersteller der Welt werden. An den US-Konzern ist VW schon nahe herangekommen, doch auch der japanische Hersteller Toyota strebt an die Weltspitze und hat derzeit noch einen großen Vorsprung. Anfang ihres noch bis Ende März laufenden Geschäftsjahres hatten die Japaner das Ziel ausgegeben, 9,7 Millionen Kunden für ihre Autos zu finden.

Doch selbst wenn dieses Ziel verfehlt würde, läge Toyota wohl noch weit vor seinen beiden Wettbewerbern. Der Konzern hat sogar Chancen, 2012 den Absatzrekord von GM aus dem Jahr 1978 zu brechen. Vor 35 Jahren verkauften die Amerikaner innerhalb eines Jahres 9,55 Millionen Autos - ein seither unerreichter Wert für einen einzelnen Konzern.

GM setzt zur Verteidigung der eigenen Marktposition vor allem auf Chevrolet; die Marke verkaufte im vergangenen Jahr 4,9 Millionen Autos. Besonders auf dem Heimatmarkt wollen die Amerikaner aufholen. Dort schafften sie 2012 nur noch auf einen Marktanteil von 17,9 Prozent - das war der niedrigste Wert seit 88 Jahren. Nun soll eine neue Marketingkampagne der größten Marke des GM-Konzerns auch in den USA wieder Schub geben.

Kontakt zum Autor: redaktion@wallstreetjournal.de

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