• The Wall Street Journal

Allianz zahlt 12 Millionen Dollar wegen Korruption

    Von JUERGEN HESSE

Korruptionsvorwürfe in Indonesien kommen den deutschen Versicherungskonzern Allianz teuer zu stehen. Um die Vorwürfe beizulegen, muss die Allianz 12,3 Millionen US-Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC zahlen. Im Gegenzug verzichtet die SEC auf eine weitere Verfolgung der Vorwürfe, wie sie auf ihrer Webseite mitteilte. Die amerikanische Börsenaufsicht ist für den Fall zuständig, weil die Allianz zeitweise in den USA börsennotiert war. Die Fälle, über die die SEC nun berichtet, betreffen die Jahre 2001 bis 2008.

Laut SEC hat die Allianz einen Gewinn von über 5,3 Millionen Dollar durch die unsauberen Geschäfte gemacht. Bei Regierungsprojekten in Indonesien habe es insgesamt 295 aufgedeckte Fälle gegeben, wo Aufträge wohl nur durch ungerechtfertigte Zahlungen an Angestellte staatlicher Stellen zustandegekommen seien. Eine Tochter der Allianz habe im Zusammenhang mit den Projekten über 650.000 Dollar an Staatsdiener gezahlt.

Ein Sprecher des Versicherungskonzerns betonte, die Allianz habe die Vorkommnisse bereits 2009 festgestellt. Es seien daraufhin - auch mit Hilfe von externen Beratern - Schritte eingeleitet worden, um solche Vorfälle zu verhindern.

Kontakt zum Autor: juergen.hesse@wsj.com

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