• The Wall Street Journal

Schweizer Uhrenbauer Swatch ist auf Rekordkurs

    Von JOHN REVILL

Trotz Belastungen durch den Höhenflug des Franken hat die Swatch-Gruppe ihr Jahresergebnis deutlich gesteigert. Der Umsatz des weltgrößten Uhrenherstellers mit Marken wie Omega, Tissot und Longines erreichte mit 8,1 Milliarden Schweizer Franken einen Rekordwert. Er wäre ohne die Stärke der Landeswährung um weitere 500 Millionen Franken höher gewesen, so das in Biel ansässige Unternehmen.

Der Start ins laufende Jahr sei mit einem ordentlichen Wachstum gut gelungen. Das dürfte sich fortsetzen, denn die Signale aus den Absatzmärkten seien positiv, schreibt der Konzern im Jahresbericht. Das langfristige Wachstumspotenzial für das Unternehmen wie auch die gesamte Uhrenindustrie in der Schweiz sieht Swatch bei 5 bis 10 Prozent pro Jahr. Die Schweizer Uhrenindustrie hat 2012 ein Rekordjahr erlebt.

Trotz des "nervösen wirtschaftlichen Umfelds" 2012 steigerte Swatch den Gewinn um 26 Prozent auf 1,61 Milliarden Franken und übertraf damit die Erwartung der Analysten von 1,49 Milliarden Franken deutlich. Für die Aktionäre zahlt sich dies in einer um einen auf 6,75 Franken erhöhten Dividende je Aktie aus.

Analysten sprachen von überzeugenden Zahlen. Die Aktie klettert in einem flauen Markt in Zürich um rund 3 Prozent auf 533 Franken. Die Bank Sarasin sieht trotz der jüngsten Aufwärtsbewegung den Kurs nicht als überhöht an. Die starke Marktposition und der Aufwärtstrend beim Ertrag rechtfertigten eine Buy-Empfehlung. Dagegen ist die Citibank "neutral" gestimmt. Ihr Kursziel liegt mit 495 Franken sogar unter dem aktuellen Stand. Gleichzeitig lobte Analyst Thomas Chauvet die hohe Profitabilität des Unternehmens. Er rechnet für das laufende Jahr mit einem Umsatzplus von 8 Prozent.

Wie andere Hersteller von Luxusgütern ist auch Swatch bislang relativ unbeschadet durch die globale Konjunkturflaute gekommen. Der Uhrenabsatz wurde durch die rege Nachfrage in China und die große Kaufneigung asiatischer Touristen bei Europa-Reisen beflügelt. Die hohen Wachstumsraten haben sich allerdings spürbar abgekühlt. Wurden 2011 noch fast 50 Prozent mehr Schweizer Uhren in China verkauft, waren es in den ersten elf Monaten 2012 nur noch knapp 5 Prozent.

Kontakt zum Autor: redaktion@wallstreetjournal.de

Copyright 2012 Dow Jones & Company, Inc. Alle Rechte vorbehalten

Dieses Textmaterial ist ausschließlich für Ihre private, nicht kommerzielle Nutzung. Die Verbreitung und die Nutzung dieses Materials unterliegt unserem Abonnentenvertrag und ist urheberrechtlich geschützt.

Berliner Gründer

  • [image]

    Zu Besuch bei deutschen Start-ups

    Ständig wird über sie berichtet, ihre Dienste werden von Millionen genutzt: Deutsche Start-ups müssen sich vor der Konkurrenz aus den USA längst nicht mehr verstecken. Das zeigt auch ein Blick auf die Büros der jungen Firmen. Wir haben Onefootball, Eyeem, Wooga, Amorelie, Mymuesli, Researchgate und Outfittery in Berlin besucht.

  • [image]

    Die schlimmsten Stau-Städte der Welt

    Für alle deutschen Autofahrer im Stau gilt: Es geht noch schlimmer. Der Navigationsgeräte-Hersteller TomTom hat die Fahrzeiten in den Metropolen verglichen. Wir stellen die Stau-Hochburgen der Welt vor.

  • [image]

    Die Welt in Bildern: 23. Juli

    Sommerlaune in Schanghai, Pappmänner in Peru, Durchhalteparolen bei der Tour de France und ein Seiltänzer über den Dächern von Bangkok - schauen Sie sich unsere Fotos des Tages an!

  • [image]

    Einmal zum Mond und zurück

    Am 20. Juli 1969 gewannen die USA das Wettrennen zum Mond gegen die Sowjetunion. Die US-Astronauten Neil Armstrong und Edwin Aldrin setzten als erste Menschen einen Fuß auf den Mond. Ein Rückblick in Bildern.

  • [image]

    Die Chinesen lieben das Nickerchen im Möbelhaus

    Chinesen mögen es, an merkwürdigen Plätzen ein Schläfchen zu machen. Neu ist dieses Phänomen nicht. Ein Fotograf hat sich nun aber erstmals auf die Lauer gelegt und das seltsame Verhalten bei Ikea in Peking dokumentiert.

  • [image]

    Der neue Villen-Boom in Berlin

    „Arm, aber sexy" war gestern. Heute zeigt Berlin wieder Luxus. Besonders die Altbauvillen im Südwesten der Hauptstadt erleben derzeit eine neue Blütezeit.

Erwähnte Unternehmen