• The Wall Street Journal

SMA Solar bekommt in China einen Fuß in die Tür

    Von BARBARA MILLNER

Der Solartechnik-Konzern SMA bekommt im wichtigen chinesischen Markt einen Fuß in die Tür. So kaufen die Kasseler 72,5 Prozent an der Jiangsu Zeversolar New Energy Co Ltd. Ungeachtet der Skepsis einiger Analysten über den Erfolg der Expansion ist der Titel klarer Favorit im TecDax. Er legt in einem etwas schwächeren Markt um 5,8 Prozent zu. Die Hessen kämpfen seit einiger Zeit mit der asiatischen Billigkonkurrenz - im dritten Quartal war der Gewinn um die Hälfte eingebrochen.

Der Anteil habe einen Wert von umgerechnet 40 Millionen Euro. Vom Kaufpreises würden noch die Nettoverbindlichkeiten angezogen, hieß es ohne Nennung einer Zahl. Finanzieren wird der TecDax-Konzern den Zukauf aus Barmitteln. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der chinesischen Regierungsbehörden und der zuständigen Kartellämter.

Zeversolar bietet laut SMA Produkte an, die speziell auf die Anforderungen des chinesischen Solarmarktes zugeschnitten sind. Das Spektrum reiche von Produkten für den Bereich der Hausdachanlagen bis hin zu solaren Kraftwerken im Megawattbereich. Als einer der führenden Hersteller in China habe die Firma gute Kontakte zu den maßgeblichen Kunden und Entscheidungsträgern in der Energiewirtschaft.

Analysten äußerten sich etwas skeptisch zum Einstieg von SMA Solar bei der chinesischen Jiangsu Zeversolar New Energy. Zwar sei der Grundgedanke, einen Fuß in den dynamischen Markt Chinas zu setzen, verständlich, heißt es dazu von der DZ Bank. Der Erfolg dieses Schrittes sei jedoch völlig unklar. Immerhin handele es sich bei China um einen wettbewerbsintensiven Markt und der Marktanteil von Zeversolar sei 2011 mit unter 1 Prozent klein. Zuletzt habe das Unternehmen einen Umsatz von rund 30 Millionen Euro erzielt.

—Mitarbeit: Michael Denzin

Kontakt zur Autorin: barbara.millner@dowjones.com

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