• The Wall Street Journal

37 Ausländer bei Geiseldrama in Algerien getötet

    Von DAVID GAUTHIER-VILLARS und LEILA HATOUM
Reuters

Rettungskräfte tragen den Sarg eines der Opfer, das bei dem Geiseldrama ums Leben kam.

Der algerische Ministerpräsident Abdelmalek Sellal hat am Montag erklärt, dass bei der Geiselnahme auf einem Erdgasfeld in der Sahara insgesamt 37 Ausländer ums Leben gekommen sind. Sieben davon seien bisher nicht identifiziert worden. Am Samstag hatte die algerische Armee die viertägige Belagerung mit einem Sturmangriff beendet.

In seinen ersten öffentlichen Äußerungen zum Geiseldrama erklärte Sellel, 32 „Terroristen" aus dem Norden Malis seien an dem Angriff beteiligt gewesen, drei von ihnen seien lebend gefasst worden. Die algerischen Behörden hätten versucht, mit den Geiselnehmern zu verhandeln. „Das vorrangige Ziel dieser Terrorgruppen war es, einen Bus mit ausländischen Arbeitern auf dem Weg zum Flughafen zu entführen und in den Norden Malis zu bringen", sagte Sellal. Die Ausländer sollten dann als Geiseln bei Verhandlungen mit westlichen Regierungen dienen.

Die Gruppe habe auch das Erdgasfeld, das von BP, Statoil und dem staatlichen algerischen Ölunternehmen betrieben wird, in die Luft jagen wollen. Von den 134 ausländischen Arbeitern, die sich in der Anlage aufhielten, sind laut Sellal noch fünf vermisst. Sie könnten aber unbemerkt geflohen sein und sich versteckt halten. Insgesamt arbeiteten 790 Menschen auf dem Erdgasfeld.

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