• The Wall Street Journal

Microsoft prüft Teilnahme am Buyout von Dell

    Von ANUPREETA DAS und SHIRA OVIDE

Der Softwarekonzern Microsoft will sich offenbar an der Finanzierung des geplanten Buyouts von Dell beteiligen. Dabei gehe es um eine Investition von mehreren Milliarden US-Dollar, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person. Es sei allerdings noch keine Entscheidung gefallen, ob sich Microsoft einer Investorengruppe anschließt.

Agence France-Presse/Getty Images

Gründer Michael Dell will das Unternehmen von der Börse nehmen.

Dell-Gründer und CEO Michael Dell spricht derzeit mit der Beteiligungsgesellschaft Silver Lake Partners, um die Aktionäre aus dem Unternehmen herauszukaufen. Der vorgeschlagene Preis liegt bei 13 oder 14 Dollar je Aktie, aktuell kostet das Dell-Papier etwas mehr als 13 Dollar. Silver Lake ist auf der Suche nach Investoren für einen solchen Deal. Dabei spricht die Private-Equity-Gesellschaft sowohl Banken an als auch andere potenzielle Co-Investoren wie Pensions- oder Staatsfonds.

Ein Sprecher von Microsoft war für einen Kommentar unmittelbar nicht zu erreichen. Das Unternehmen hat jedenfalls die finanzielle Stärke, um sich an der Dell-Finanzierung zu beteiligen. Zum 30. September 2012 verfügte der Konzern über mehr als 66 Milliarden Dollar an Barmitteln und Kurzfrist-Investments.

Es ist nicht klar, warum Microsoft an einer Investition bei Dell Interesse haben könnte. Zwar stellt Microsoft mit dem Tablet-PC Surface auch selbst Hardware her. CEO Steve Ballmer hat aber gesagt, es sei wichtig, dass es mehrere Hersteller gibt, deren Computer mit Microsoft-Software betrieben werden. Vor einem Jahr hatte der Softwarekonzern mit Silver Lake und anderen im Zusammenhang mit einem möglichen Buyout von Yahoo zusammengearbeitet. Ein Deal kam jedoch nie zustande.

Der Aktienkurs von Dell ist in den letzen Jahren dermaßen abgestürzt, dass ein Buyout nicht abwegig ist. Im Jahr 2010 hatte Gründer Dell eine solche Entscheidung schon einmal ins Spiel gebracht, schließlich aber verworfen. Dell ist nach Ende des PC-Booms gegenüber seinen Konkurrenten schwer ins Hintertreffen geraten.

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