• The Wall Street Journal

Napolitano überzeugt von schneller Regierungsbildung

    Von STEFAN LANGE und SUSANN KREUTZMANN
Reuters

Der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano war am Donnerstag zu Besuch in Berlin.

BERLIN – Der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano hat sich optimistisch über eine baldige Regierungsbildung nach dem politischen Patt bei der Parlamentswahl in seinem Heimatland gezeigt. „Ich bin sicher, dass in den nächsten Wochen eine neue Regierung gebildet wird", sagte das Staatsoberhaupt am Donnerstag nach einem Treffen mit Bundespräsident Joachim Gauck in Berlin. „Wir haben schwierige Probleme vor uns und müssen Fortschritte machen", sagte Napolitano. Er forderte die Parteien dazu auf, „endlich eine gemeinsame Politik" zu betreiben. „Wir sind geeint im Rahmen eines gemeinsamen europäischen Engagements", sagte der Staatspräsident und fügte hinzu: „Europa ist die einzige Straße, die wir begehen können."

Die Clown-Äußerungen von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück nannte Napolitano „nicht in Ordnung" und sprach von einer „bedauerlichen Angelegenheit". Steinbrück hatte nach dem Wahlausgang den Komiker und Anführer der Protestbewegung Beppe Grillo sowie den ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi als Clown bezeichnet. Napolitano sagte daraufhin ein für Mittwochabend geplantes Essen mit Steinbrück ab.

Gauck würdigte in der Unterredung mit Napolitano das deutsch-italienische Verhältnis als intensiv und vertrauensvoll. „Italien ist ohne jeden Zweifel Bestandteil Europas", sagte er. Napolitano besucht derzeit Deutschland. Am Nachmittag ist auch ein Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel geplant.

Kontakt zu den Autoren: stefan.lange@dowjones.com und susann.kreutzmann@dowjones.com

Copyright 2012 Dow Jones & Company, Inc. Alle Rechte vorbehalten

Dieses Textmaterial ist ausschließlich für Ihre private, nicht kommerzielle Nutzung. Die Verbreitung und die Nutzung dieses Materials unterliegt unserem Abonnentenvertrag und ist urheberrechtlich geschützt.

Haus der Woche

  • [image]

    Australische Villa im Zeichen des Drachens

    Feurig kommt dieses Luxusanwesen im australischen Melbourne daher: Auf dem Dach wacht ein mächtiger Terrakotta-Drache und im Haus lodern dutzende Kaminfeuer. Die Ausstattung mit Tennisplatz, Pool und ausgiebigen Ländereien lässt es jedem Australien-Fan warm ums Herz werden.

  • [image]

    Alt, neu, kurios und nicht chancenlos – Parteien zur Europawahl

    In Deutschland sind 25 Parteien zur Europawahl zugelassen. Neben den etablierten Bundestagsparteien können sich die Wähler für eine Menge kurioser Alternativen entscheiden – von der Christlichen Mitte bis zur Bayernpartei. Da die 3-Prozent-Hürde gefallen ist, haben die Kleinen sogar eine Chance.

  • [image]

    Die Welt in Bildern: 15. April

    Wilde Tulpen in Afghanistan, Wasserfontänen in China, der Vollmond über Schanghai und Ordensbrüder mit wunden Füßen in Spanien. Das und mehr zeigen unsere Fotos des Tages.

  • [image]

    Die furchterregendste Gondelfahrt der Welt

    Was Besuchern den Angstschweiß auf die Stirn treibt, ist für die Einwohner der georgischen Stadt Tschiatura Alltag. Die Seilbahnen aus der Stalin-Zeit an den Hängen des Kaukasus fahren trotz Rost noch immer.

  • [image]

    Diese Länder sind die Wachstums-Stars

    Die Weltwirtschaft gewinnt weiter an Schwung. Wachstums-Impulse kommen aus den Industrieländern, auch aus Europa. Die höchsten Wachstumsraten sitzen aber woanders. Wir zeigen Ihnen, wo die Wirtschaft am stärksten boomt.

  • [image]

    Wie sich die Nasdaq seit dem Tech-Crash verändert hat

    Vor gut 14 Jahren begann in den USA die Tech-Blase zu platzen. Jetzt bewegt sich der Nasdaq Composite wieder auf dem Niveau von damals. Ist das ein Grund zur Sorge? Wir zeigen, was sich seitdem an der Nasdaq verändert hat und was das für Anleger heute bedeutet.

  • [image]

    Die bestverdienenden Bankenchefs der Welt

    Das vergangene Jahr hat sich für die Chefs der internationalen Großbanken wieder gelohnt. Doch auch in der Liga der Großverdiener gibt es deutliche Klassenunterschiede. Wir haben aufgelistet, wer wie viel erhalten hat.