Jungunternehmer Andrew Frame hat dieses moderne Bungalow mit vier Schlafzimmern gekauft, das früher einmal Model Heidi Klum und Sänger Seal gehört hat. Maurico Umansky/LA Luxury Estates

Die kalifornische Technologiebranche ist zu einer großen Reise in den Süden aufgebrochen. Lange Zeit lebten und arbeiteten die Spitzenmanager des Silicon Valley in den traditionellen Technologie-Hochburgen Santa Clara und Palo Alto. Doch während die Grenzen zwischen dem Technologiegeschäft und der Unterhaltungsindustrie zusehends verschwimmen, kaufen immer mehr Technologie-Titanen Häuser in Los Angeles.

Unter die begüterten Völkerwanderer hat sich auch Wagniskapitalgeber und Hedge-Fonds-Manager Peter Thiel gemischt. Er war Mitbegründer des Zahldienstes PayPal und einer der ersten, die in das soziale Netzwerk Facebook investiert hatten. Thiel blätterte im Januar 11,5 Millionen Dollar für ein Haus mit knapp 560 Quadratmetern hin. Es liegt auf einem Felsvorsprung über dem Sunset Strip in Hollywood im Norden der Mega-Metropole. Im Stadtteil Bel Air, noch etwas weiter nördlich, erstand Jungunternehmer Andrew Frame ein modernes Bungalow mit vier Schlafzimmern, das früher einmal Model Heidi Klum und Sänger Seal gehörte. Der knapp über dreißigjährige Frame, der das Internet-Telefonie-Unternehmen Ooma gegründet hatte, zahlte dem Sänger und Fernseh-Star Nick Lachey im vergangenen Sommer 5,5 Millionen Dollar für dessen Domizil.

Video auf WSJ.com

Tech entrepreneurs and executives from Silicon Valley are moving south and buying up luxury homes in the Los Angeles area. WSJ's Lauren Schuker Blum shows us around.

Matt Jacobson, der Chef für Marktentwicklung bei Facebook, zieht den Strand von Manhattan Beach in der Mitte von Los Angeles vor. Er erstand dort im März des vergangenen Jahres für 10,9 Millionen Dollar ein modernes Wohnhaus, wie aus öffentlichen Unterlagen hervorgeht. Früher hat er in einem knapp 84 Quadratmeter großen Strandbungalow gewohnt, das nur zwei Blocks entfernt liegt. Seine frühere Bleibe nutzt er jetzt, um Facebook-Mitarbeiter unterzubringen, die aus der Firmenzentrale im Norden zu ihm kommen. „Das ist die Facebook-Absteige", witzelt Jacobson. „Wir surfen dort, bevor wir ins Büro gehen."

Mehr und mehr Silicon-Valley-Investoren und Unternehmer fassen in der Unterhaltungsindustrie Fuß. Google und Facebook verstärken ihre Präsenz. Und so macht sich eine wachsende Zahl von Technologie-Cracks auf in den Süden. Sie strömen vor allem in die strandnahen Wohngebiete der Entertainment-Metropole. Dort schießen die Immobilienpreise in den Himmel, die Mieten in diesen Gegenden steigen viel schneller als in anderen Teilen von Los Angeles.

„Die Techies sind die neuen Stars", sagt der Agent Eric Kuhn. Er leitet die Abteilung für soziale Medien bei der Talent- und Künstleragentur United Talent Agency. „Als ich nach Hollywood kam, hatte jeder ein Drehbuch geschrieben. Jetzt hat jeder eine App in der Tasche", sagt er.

Tech-Titanen ziehen um

Mark Holtzman for The Wall Stree

Die Zahl seiner Kunden, die aus dem Silicon Valley kommen und sich in Los Angeles ansiedeln wollen, habe sich in den vergangenen Jahren verdoppelt, erzählt Kurt Rappaport. Der Makler aus Los Angeles spezialisiert sich auf Luxusimmobilien. Anfang des Jahres habe er einem Facebook-Manager für 6,8 Millionen Dollar ein Strandhäuschen in Malibu verkauft. Malibu, im Westen der Großstadt am Pazifik gelegen, sei auch bei seinem Kunden Larry Ellison sehr beliebt. Der Oracle-Mitbegründer habe dort gerade dem früheren Yahoo-Chef Terry Semel einen 37 Millionen Dollar schweren Wohnkomplex abgekauft. Ellison habe damit in Malibu jetzt schon 27 Mal zugeschlagen, erzählt Rappaport. Ellison ließ Kommentaranfragen unbeantwortet.

Aber nicht nur Technologie-Experten aus dem Silicon Valley strömen nach L.A. Im vergangenen Sommer zog es Cameron und Tyler Winklevoss in die Hügel um Hollywood. Die Zwillingsbrüder, die dem Facebook-Chef Mark Zuckerberg vorwerfen, ihnen die Idee für das Online-Netzwerk gestohlen zu haben, haben jüngst eine Wagniskapitalfirma gegründet. Die Brüder erstanden eine 740 Quadratmeter große Junggesellenbude für 18 Millionen Dollar. In Bel-Air wurde auch Ted Waitt fündig. Der Mitbegründer der Computerfirma Gateway gab dort im Juni 14 Millionen Dollar für ein mediterran angehauchtes Haus mit sechs Schlafzimmern aus.

Eine weitere Kundin von Makler Rappaport ist Mich Mathews. Sie war früher für das Marketing von Microsoft zuständig und lebte lange in Seattle. Im März zog sie nach Holmby Hills im Westen von Hollywood und bewohnt dort eine Residenz, die sich über mehr als 1.100 Quadratmeter erstreckt und die 11,5 Millionen Dollar gekostet hat. Mathews ist nach Los Angeles gekommen, um eine neue Firma auf den Weg zu bringen. Das zu gründende Unternehmen liege „an der Schnittstelle zwischen Marketing und digitaler Unterhaltung, Menschenliebe und Lebenserfahrungen". Nebenbei baut Mathews ihr neues Zuhause mit seinen sieben Schlafzimmern um. Ein Weinkeller hat ihr noch gefehlt und ein Umkleidehäuschen am Pool.

Jim Jacobsen verwandelt ein Warenlager in Venice (Bild) in 30 Lofts zum Leben und Arbeiten. Etwa in einen Monat wird er die Wohnungen, die zwischen 500.000 Dollar und zwei Millionen Dollar kosten sollen, auf den Markt bringen. Derek Wooden

In den vergangenen Jahren wurden in Los Angeles mehr als 600 Technologie-Start-Ups ins Leben gerufen, berichtet Represent.LA. Das Open-Source-Projekt verfolgt, wo und wie schnell und in welcher Konzentration Unternehmen aus dem Boden schießen, deren Ingenieure und Manager mit Unterkünften versorgt werden müssen. Auf dem engen, knapp fünf Kilometer langen Landstreifen, der von Santa Monica durch Venice führt und sich jetzt bis Playa Vista hinunterzieht, haben sich derart viele Internetunternehmen und deren Manager angesiedelt, dass die Gegend umgetauft wurde: Silicon Beach wird sie jetzt genannt.

Entlang des Küstenstreifens sind die Immobilienpreise dramatisch geklettert. Die früher eher aufgekratzte Grundstimmung weicht spürbar, je mehr Gourmet-Restaurants und etablierte Ketten dort eröffnen und der Luxus den Lebenskünstlern den Garaus macht. In Santa Monica sind die Durchschnittspreise für Eigenheime in den ersten acht Monaten 2012 binnen Jahresfrist um 16 Prozent gestiegen. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren die Preise noch um neun Prozent gefallen, geht aus Daten hervor, die Paul Habibi, Professor an der University of California in Los Angeles zusammengestellt hat. In Venice wurde in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres beim durchschnittlichen Eigenheimpreis die Barriere von einer Million Dollar durchbrochen. Er erhöhte sich auf 1,012 Millionen Dollar nach 899.000 Dollar in den ersten acht Monaten 2011.

Durchschnittspreise um 3,3 Prozent gewachsen

Im gesamten Bezirk von Los Angeles erreichten die durchschnittlichen Häuserpreise in den ersten acht Monaten des Jahres 2012 nicht einmal ein Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr, geht aus Habibis Daten hervor. Im Bundesstaat Kalifornien lag der Zuwachs bei 4,8 Prozent. Und auf die gesamten USA bezogen, kletterten die Durchschnittspreise laut DataQuick lediglich um 3,3 Prozent auf 186.000 Dollar.

Für den neuen Immobilienboom von Venice ist hauptsächlich Google verantwortlich. Im vergangenen November hatte der Internetgigant eine protzige Niederlassung in Venice eröffnet, um sich dort auf die technische Entwicklung, den Verkauf und die Werbung zu konzentrieren. Bis 2014 will die Firma in der Gegend Büroflächen über mehr als zwei Hektar anmieten. Um für die mehr als 500 Google-Mitarbeiter in Los Angeles eine Atmosphäre zu schaffen, wie sie auf einem Universitätscampus herrscht, übernahm Google einen ausgefallenen Komplex, den der Architekt Frank Gehry entworfen hat. Unverwechselbares Kennzeichen des Gebäudes ist der Nachbau eines Fernglases, das den Eingang zur Tiefgarage umrahmt. Wie an anderen Google-Standorten können auch die Mitarbeiter in Venice zur kreativen Pause Kletterwände nutzen oder ins Freiluftkino schlendern. Die Sportlichen können sich Fahrräder und Surfboards mieten, um sich den Büroalltag zu versüßen.

„Du willst an 300 Tagen im Jahr in die Sonne? Dann vergiss das Valley - Pack deine Koffer und ab geht's zu Google L.A.", lockt Google auf der Firmenwebseite.

Youtube zieht nach Playa Vista

Im Februar unterzeichnete die Google-Tochter Youtube einen Mietvertrag in Playa Vista. Der Videodienst belegte dort über 3.700 Quadratmeter für Filmproduktionen. Noch in diesem Jahr will Youtube loslegen. Im August 2011 hatte Facebook bereits seinen Weg nach Playa Vista gefunden und sich dort in Büros über 1.200 Quadratmeter eingemietet.

Als die Technologie-Freaks in Los Angeles ankamen, ging ein tiefer Ruck durch den Mietmarkt, durch die Immobilienmakler und die Grundstücksentwickler. In den vergangenen 18 Monaten seien die Mieten in Santa Monica und Venice um rund zehn Prozent nach oben gegangen, sagt Kevin Miller, der Präsident von Westside Rentals. Das Unternehmen behauptet, die größte Wohnungsvermittlung in Südkalifornien zu sein. In anderen begehrten Gegenden wie Beverly Hills und Culver City habe die Zunahme nur bei etwa vier bis fünf Prozent gelegen. Im gleichen Zeitraum hätten die Mieten in ganz Los Angeles nur um zwei Prozent angezogen, berichtet Miller.

„Unternehmer suchen die Nähe anderer Unternehmer. Das treibt die Nachfrage in Richtung Strand", erklärt er. „Außerdem wohnen die Leute gern in der Nähe ihres Arbeitsplatzes. Und die Technologie-Unternehmen sind nun mal dort."

Manager informieren sich vorher

Die Käufer aus dem Silicon Valley gingen bei ihren Anschaffungen anders vor als andere wohlhabende Kunden in Los Angeles, erzählen Immobilienmakler. Die Größen der Unterhaltungsindustrie verließen sich oft auf den Geschmack, den Rat und die gesellschaftlichen Verbindungen der Spitzenmakler der Stadt. Die Technologie-Manager dagegen hätten meist schon selbstständig im Internet nach Angeboten gesucht, bevor sie in Los Angeles ankämen. Sie wüssten schon, was sie wollten, bevor sie sich vor Ort umschauten.

Der Makler Mauricio Umansky erinnert sich an einen Unternehmer aus Nordkalifornien, der sich von ihm vor ein paar Monaten in den Hollywood Hills mehrere Anwesen zeigen ließ. „Ich sagte ihm, dass die Häuser in dieser Gegend 1.000 Dollar pro Quadratfuß kosteten. ‚Nein', unterbrach er mich, ‚die kosten 936 Dollar pro Fuß.' Der wollte mich auf die Probe stellen. Darauf war ich überhaupt nicht gefasst. Und außerdem hatte er auch noch recht", gesteht Umansky, der die Immobilienfirma Agency leitet. Viele Interessenten aus dem kalifornischen Norden wollten sich nicht auf den Geschmack anderer verlassen, sondern lieber nach eigenem Gutdünken entscheiden. „Sie testen, ob du dich auf dem Markt gut auskennst", fügt er hinzu. „Und nur wenn du den Test bestehst, vertrauen sie dir auch." Dem besagten Unternehmer vermachte er schließlich ein Haus für acht Millionen Dollar in den Hügeln von Hollywood.

Die Geschäftsinteressen von Hollywood und dem Silicon Valley nähern sich weiter kontinuierlich an. Die Technologiefirmen avancieren zu Vertreibern von Inhalten, die die Studios generieren. Youtube, iTunes und Netflix transportieren allesamt lizenzierte Inhalte führender Unterhaltungsanbieter. Die Künstler- und Talentagenturen CAA und WME fungieren als Inkubator für Start-Ups.

"Durchmischung der Lebenswelten"

„Die beiden Welten der Technologie und der Unterhaltung tauschen so viel untereinander aus, dass eine Durchmischung der Lebenswelten stattfindet. Und das verlockt die Tech-Gemeinde aus Nordkalifornien dazu, sich hier unten Häuser zu kaufen", sagt Ben Silverman, der ehemalige Co-Chairman von NBC Entertainment. „Auf der Oscar-Party von Vanity Fair treiben sich heute mehr Internet-Jungs herum als traditionelle Medienmanager."

Der südafrikanische Milliardär Elon Musk etwa hat nicht nur Paypal und Tesla Motors mitbegründet. Er hat sich auch im Filmgeschäft versucht und diente bei Filmen wie "Thank You for Smoking" als Produzent. Mit seiner Dassault Falcon fliegt er zwischen San Francisco und Los Angeles hin und her. Er stehe kurz davor, das von ihm gemietete Anwesen in Bel Air zu kaufen, sagen Insider. Es liegt auf einem Privathügel, umfasst über 1.850 Quadratmeter, bietet ein Heimkino, eine Bücherei, einen beleuchteten Tennisplatz, einen Fitnessraum, einen Weinkeller mit Platz für 1.000 Flaschen und kostet rund 20 Millionen Dollar. Mitarbeiter von Musk wollten dazu keine Stellung nehmen.

Und auch immer mehr Wagniskapitalgeber schlagen im Süden Wurzeln. „Jahrelang habe ich dabei zugesehen, wie die Leute ihr Start-Up in L.A. gründen, sich Kapital beschaffen. Und kaum setzen sie sich durch, ziehen sie auch schon in den Norden. Jetzt haben sie Erfolg und bleiben hier", sagt der Wagniskapitalgeber Paul Bricault, der in Venice lebt. Timothy Draper ist Jahre lang im Abstand von ein paar Monaten nach Los Angeles gereist. Mittlerweile müsse er aber zwei Mal im Monat nach L.A., erzählt der Gründer und Managing Director der Risikokapitalgesellschaft Draper Fisher Jurvetson. Also hat er sich kurzerhand in diesem Jahr ein Haus im Westen der Stadt zugelegt.

Warum an anderer Stelle mit mehr Konkurrenz?

Wagniskapitalgeber Mark Schuster hatte sich vor zwei Jahren in Pacific Palisades eingemietet. „Ich hatte mit überlegt: ‚Warum sollte ich das ganze Geschäft hier aufgeben, nur um dann in Nordkalifornien gegen alle anderen antreten zu müssen?"

Und ein weiterer Faktor spielt in die Standortentscheidung mit hinein. Wenn die Immobilienpreise in Stadtteilen wie Venice jetzt auch nach oben klettern, sind sie dennoch in Los Angeles tendenziell beträchtlich niedriger als in den begehrten Gegenden des Silicon Valley. In Palo Alto lag der Durchschnittspreis für ein Einfamilienhaus in den ersten acht Monaten dieses Jahres bei 1,7 Millionen Dollar. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum hatten sie damit laut Dataquick um satte 20,4 Prozent zugelegt.

„Es hat uns großen Spaß gemacht, in L.A. nach einem Haus zu schauen. Besonders nachdem wir solange oben im Norden gelebt haben", sagt Sonya Merrill. Die ehemalige Google-Spitzenkraft war mit ihrem Mann Douglas, ehemals Chief Information Officer bei Google, Ende 2008 nach Los Angeles gezogen. „Das ganze Silicon Valley besteht aus Reihenhäusern oder kleinen Bungalows aus den Sechzigern und Siebzigern. Ein Meer an Mist – teurem Mist. In Palo Alto habe ich mir mal ein Abrisshaus angeschaut. Es stank nach Urin und war aus Betonsteinen gebaut. Das war für 1,5 Millionen Dollar auf dem Markt und die Leute haben sich eine Bieterschlacht geliefert." Das Ehepaar gab schließlich 2,8 Millionen Dollar für ein Haus mit vier Schlafzimmern in den Hollywood Hills aus, in dem der Schauspieler Bela Lugosi lange gewohnt hatte. Ein Jahr lang dauerte es, bis sie es nach ihren Wünschen umgebaut hatten.

Paul Allen besitzt Immobilien in L.A.

Einige Tech-Mogule besitzen schon seit Jahren Immobilien in Los Angeles. Zu ihnen zählen Paul Allen, der Mitbegründer von Microsoft, Amazon-Chef Jeff Bezos, Wagniskapitalgeber Ray Lane und Oracle-CEO Ellison. David Sacks, einem Vice President von Microsoft, gehört ein Haus in Beverly Hills, in dem Quentin Tarantino seinen Film „Pulp Fiction" gedreht hat.

Doch die jüngste Welle von Ankömmlingen aus dem Silicon Valley zieht es mit aller Gewalt in die „Silicon Beach"-Gegend. Viddy, ein mobiler Video-Dienst, hat ein Büro unweit von Google in Venice bezogen. Rund ein Fünftel der neuen Mitarbeiter sei vom Silicon Valley hierher gezogen, sagt Brett O'Brien, der Chef und Mitbegründer von Viddy. Chris Ovitz, ein weiterer Mitbegründer der Firma, ließ sich im Januar ein Loft an der Hauptdurchgangsstraße von Venice 1,6 Millionen Dollar kosten.

Die Immobilienentwickler schlagen sich um die Zuzügler. NMS Properties wird in der Nähe der Büros von Google und Yahoo und anderen Technologiefirmen bald fünf weitere Gebäude eröffnen, sagt Jim Andersen, der Präsident der Entwicklungsgesellschaft. Die Firma habe damit begonnen, kleinere Appartements zu bauen, um den jungen Mietern, die zur Tech-Szene dazugehörten, besser gerecht zu werden, fügt er hinzu.

Tech-Mitarbeiter als Zielgruppe

Der Gewerbeimmobilienmakler Jim Jacobsen hatte beim Bau eines seiner Projekte zunächst Leute aus der Unterhaltungsindustrie im Blick gehabt. Er verwandelt ein Warenlager in Venice in 30 Lofts zum Leben und Arbeiten. Etwa in einen Monat wird er die Wohnungen, die zwischen 500.000 Dollar und zwei Millionen Dollar kosten sollen, auf den Markt bringen. Und mittlerweile umwirbt er dabei vor allem die Angestellten der Technologiebranche.

Makler Umansky hat in diesem Jahr zwei Häuser in Los Angeles an Facebook-Manager verkauft. Er hat eine andere Erklärung für den unbändigen Drang nach Süden, den die Experten aus dem Silicon Valley an den Tag legen: „Viele von denen sind jung, die haben Kasse gemacht, sind nicht verheiratet und machen gern Party", sagt er. „Und seien wir mal ehrlich, die Partys in Hollywood sind um Längen besser als die im Silicon Valley."

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