DETROIT--General Motors (GM) bemüht sich darum, bis Ende Oktober mit Arbeitnehmervertretern einen Restrukturierungsplan für die Europa-Tochter Opel auszuarbeiten. Teil des Plans sei dabei eine endgültige Einigung über die Schließung des veralteten Werkes in Bochum, sagten mehrere mit der Sache vertraute Personen.

Der US-Autokonzern würde den Plan gerne noch vor oder spätestens bei Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal am 31. Oktober ankündigen. Für die deutsche Tochter Opel erwarte GM dann erneut einen erheblichen Verlust. Der Konzern wolle mit dem Plan zum Personalabbau gerne ein Signal an seine Investoren senden, dass er aggressiv gegen die Verluste bei der Adam Opel AG vorgeht.

Neben der Schließung des Bochum-Werkes wolle der Konzern auch sein Abfindungsprogramm für die Mitarbeiter der drei übrigen deutschen Werken ausweiten. Ob GM einige der damit verbundenen Kosten im dritten Quartal buchen werde, sei nicht bekannt.

Ein GM-Sprecher wollte die Angaben nicht kommentieren. Die Verhandlungen liefen derzeit. In Bochum beschäftigt Opel etwa 3.100 Mitarbeiter. Mit dem Ende der Zafira-Produktion im Jahr 2016 ist hier bislang keine Montage eines Fahrzeugs vorgesehen. Die Werksstilllegung könne GM eine Kosteneinsparung von 2 Milliarden Dollar bringen, sagte ein Informant.

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