China hat zwar wieder eine positive Handelsbilanz, die Exporte bleiben aber schwach. Agence France-Presse/Getty Images

PEKING - China hat im März überraschend einen Handelsbilanzüberschuss verzeichnet. Dabei ließ das nachlassende Wachstum von Importen und Exporten Sorgen über die Wachstumsaussichten der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufkommen. Die chinesische Handelsbilanz wies im März einen Überschuss von 5,35 Milliarden US-Dollar auf, wie die Zollverwaltung des Landes mitteilte. Volkswirte hatten dagegen im Mittel ein Defizit von 3,2 Milliarden Dollar erwartet. Im Februar war ein Negativsaldo von 31,48 Milliarden Dollar ausgewiesen worden.

Die Exporte zogen im März gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,9 Prozent an. Ökonomen hatten ein Plus von 7,2 Prozent prognostiziert. Im Februar war noch ein Anstieg um 18,4 Prozent verzeichnet worden. Die Importe legten lediglich um 5,3 Prozent zu, während Volkswirte einen Zuwachs um 9,3 Prozent erwartet hatten. Im Februar waren die Importe um 39,6 Prozent gestiegen.

Nach den Worten des Citigroup-Analysten Shuang Ding zeigen die Handelsbilanzdaten, dass sich die chinesische Wirtschaft in einem Abwärtstrend befindet. Die Nachfrage sei sowohl im Inland als auch im Ausland schwach und werde sich voraussichtlich auch in den kommenden zwei Monaten nicht signifikant erholen.

Im ersten Quartal 2012 hat China einen Handelsbilanzüberschuss von 670 Millionen Dollar verzeichnet verglichen mit einem Defizit von 1,02 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal.