FRANKFURT--Die Krise der offenen Immobilienfonds geht weiter. Das neueste Opfer ist der DWS ImmoFlex. Wie die Fondstochter DWS der Deutschen Bank mitteilte, setzt der Fonds die Rücknahme von Anteilen bis auf weiteres mit sofortiger Wirkung aus. "Zu diesem Schritt sieht sich die Gesellschaft aufgrund außergewöhnlicher Umstände veranlasst", hieß es am Montag.

Der Dachfonds ist mit einem großen Teil seines Vermögens in offene Immobilienfonds investiert, bei denen die Rücknahme der Anteilsscheine ausgesetzt ist. Hier geht DWS davon aus, dass dieser Zustand weiter anhalten wird. Daher zieht der Vermögensverwalter jetzt die Reißleine und setzt den DWS ImmoFlex ebenfalls aus, um weitere Mittelabflüsse zu verhindern. "Die Bedienung weiterer Rückgaben würde im aktuellen Marktumfeld dazu zwingen, Vermögensgegenstände mit nicht vertretbaren Abschlägen zu veräußern", teilte DWS mit.

Momentan befinden sich unter anderem die ehemals offenen Immobilienfonds Axa Immoselect, Degi Europa, Degi International, KanAm US-Grundinvest, Morgan Stanley P2 Value und TMW Immobilienweltfonds in der Abwicklung. Bei weiteren Fonds steht die Entscheidung, ob abgewickelt oder der Fonds wieder geöffnet wird, noch aus.

Der DWS ImmoFlex verwaltet derzeit 101,5 Millionen Euro. Im Portfolio sind zehn Immobilienfonds enthalten. Über diese ist der Fonds in über 20 Ländern weltweit investiert sowie an rund 500 Immobilien beteiligt.

Kontakt zum Autor: Alexandra.Edinger@dowjones.com