Samstag, 5. Oktober 2013, 11:20 Uhr

Das Leben nach der Atomkatastrophe

Mehr als zwei Jahre nach dem nuklearen Unfall von Fukushima ist die Gegend um das Atomkraftwerk immer noch Sperrgebiet. Die ehemaligen Anwohner dürfen nur zu Besuch in die verlassenen Orte zurückkehren. Ein Ortsbesuch in der Geisterstadt Namie.

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Ein Getränkeautomat steht auf einem Feld in der Nähe von Minamisoma in der Präfektur Fukushima. Nachdem es am 11. März 2011 zu einem Erdbeben und Tsunami und einem atomaren Unglück gekommen war, wurden insgesamt 160.000 Menschen dazu angewiesen, ihre Häuser zu verlassen. Damir Sagolj/Reuters

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Heute kommen viele von ihnen für kurze Besuche zurück. Eine Frau läuft unter einem Schild entlang, auf dem steht: "Atomenergie - die bessere Energie für eine bessere Zukunft". Damir Sagolj/Reuters

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Naoto Matsumura hat sich den Anweisungen der Regierung widersetzt und die Stadt Tomioka in der Nähe von Fukushima nicht verlassen. Er lebt mit 50 Kühen, zwei Katzen, einem Hund, einem Pferd und zwei Straußen innerhalb des Sperrgebiets. Damir Sagolj/Reuters

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Ein Sicherheitsmann blockiert den Zugang ins Sperrgebiet. Die ehemaligen Bewohner der evakuierten Städte dürfen ihr Zuhause einmal im Monat mit einer speziellen Erlaubnis besuchen. Damir Sagolj/Reuters

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Ein Arbeiter des Atomkraftwerk-Betreibers Tepco schneidet in der Stadt Namie Pflanzen. Damir Sagolj/Reuters

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Keigo Sakamoto hält Atom, einen seiner 21 Hunde, auf dem Arm. Sakamoto hat sich geweigert, sein Haus in der Sperrzone zu verlassen. Sein Hund hat den Namen "Atom" bekommen, weil er kurz vor der Katastrophe 2011 geboten wurde. Sakamoto bekommt Spenden von Menschen außerhalb von Fukushima und hat viele Tiere aufgenommen, die von ihren Besitzern zurückgelassen wurden. Damir Sagolj/Reuters

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Mieko Okubo zeigt bei einem Besuch in der evakuierten Stadt Iitate ein Foto ihres Schwiegervaters Fumio Okubo. Sie ist dort, um den Hund zu füttern und das Haus zu putzen. Der 102-jährige Bauer erhängte sich, nachdem die Behörden die Evakuierung angeordnet hatten. Er habe es nicht ertragen können, sein Leben woanders zu beenden, sagt seine Schwiegertochter. Damir Sagolj/Reuters

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Ein Arzt untersucht die Schilddrüse der vierjährigen Maria Sakamoto. Das Risiko, dass Kinder in Fukushima an Schilddrüsenkrebs erkranken, sei womöglich nach der Atomkatastrophe gestiegen, teilte die Weltgesundheitsorganisation mit. Damir Sagolj/Reuters

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Eine Straße in der evakuierten Stadt Namie im Halbdunkel. Damir Sagolj/Reuters

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Ein Besucher macht Fotos von der verlassenen Stadt. Damir Sagolj/Reuters

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Ein kleiner Schrein, der vor einem verlassenen Haus steht, erinnert an die Opfer. Damir Sagolj/Reuters

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Feuerwehrmänner aus Kyoto gedenken bei ihrem Besuch in Namie der Opfer. Damir Sagolj/Reuters

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Auf einer Tafel in einer verlassenen Schule in Namie stehen motivierende Boschaften. Damir Sagolj/Reuters

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Kasumi Saino geht in Iwaki mit ihrem Hund spazieren. Dort leben viele der Evakuierten. Damir Sagolj/Reuters

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Eine ältere Frau besucht das beschädigte Grab eines Verwandten auf dem Friedhof in Namie. Damir Sagolj/Reuters

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Ein Mann fischt an einem Strand südlich des Atomkraftwerks, der für die Öffentlichtkeit geschlossen ist. Fast alle Strände in der Präfektur Fukushima sind seit dem 11. März 2011 geschlossen. Damir Sagolj/Reuters