Freitag, 24. Januar 2014, 14:59 Uhr

30 Jahre Mac - Revolution auf dem Schreibtisch

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Apple-Mitgründer Steve Jobs (links) präsentiert zusammen mit dem damaligen Apple-Präsidenten John Sculley 1984 den neuen Macintosh-Computer am Firmensitz in Cupertino. Am 24. Januar 1984 stellte Apple den Macintosh, den ersten Massencomputer mit grafischer Benutzeroberfläche sowie der Kombination aus Tastatur und Maus vor. Associated Press

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Vorbild für den Macintosh war, was in den Labore von Xerox entwickelt wurde. Doch der Kopiererhersteller erkannte das wirtschaftliche Potenzial von Privatcomputern nicht. Seit drei Jahrzehnten trotzt der Mac nun schon der PC-Konkurrenz mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows - und überstand auch die Beinahe-Pleite von Apple Ende der 90er-Jahre. Associated Press

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Das Foto von 1984 zeigt Tausende Macintosh-Computer in einer Fabrik. "Der Mac war ein Quantensprung", sagt Randy Wigginton, der zur ersten Generation der Apple-Mitarbeiter gehörte. "Wir haben nicht alles neu erfunden, aber wir haben alles sehr zugänglich und geschmeidig gemacht." Associated Press

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Der erste Mac kam für knapp 2.500 US-Dollar (nach heutiger Kaufkraft rund 4.000 Euro) auf den Markt. Der beige Kasten mit integriertem 9-Zoll-Bildschirm und Diskettenlaufwerk hatte einen Arbeitsspeicher von 128 Kilobyte. Nach Meinung von Kritikern reichte die Rechenkraft für die aufwändige Grafik-Bedienung aber kaum aus. Die Verkaufszahlen blieben hinter den Computern von IBM zurück, als Grund dafür galt auch der im Vergleich höhere Preis. Reuters

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Mit einem "Hello" in Schreibschrift stellte der sich Mac abkürzende Computer 1984 vor. Der im vergangenen Sommer im Alter von 88 Jahren verstorbene Computer-Visionär Doug Engelbart hatte die Maus zwar bereits in den 1960er Jahren erfunden. Die Steuerung über Bildschirmsymbole wurde in den 1970er Jahren im Forschungszentrum Xerox PARC im Silicon Valley entwickelt. Doch die Firma mit dem Apfel-Logo setzte die Neuerungen für den breiten Markt um. Getty Images

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Das Apple-Logo war damals noch bunt. Die Konkurrenz schwenkte ebenfalls auf eine grafische Benutzeroberfläche um, Ende 1985 brachte Microsoft die erste Version seines Betriebssystems Windows auf den Markt. Die Apple-Verantwortlichen witterten Ideenklau. Apple scheiterte aber mit Patentklagen, während Jobs seinem Unternehmen nach einem internen Machtkampf den Rücken kehrte. Reuters

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Apple wurde im Laufe der 1990er-Jahre von der Dominanz des PC-Betriebssystems Windows von Microsoft an den Rand gedrängt - schlitterte 1997 knapp an der Pleite vorbei. Dann wagte der Konzern unter dem zurückgekehrten iCEO Steve Jobs den Neuanfang. Eines der ersten Produkte: Der 1998 vorgestellte erste iMac. Die knubbeligen Macs in bunten Gehäusen leiteten erfolgreich den Imagewandel ein, der später mit dem Erfolg des iPods vollendet wurde. Associated Press

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Steve Jobs präsentiert im Juli 2000 auf der MacWorld Expo in New York das Innere des neuen Power Macintosh G4. Neben dem iMac sorgte vor allem das neue moderne Unix-basierte Betriebssystem Mac OS X für die Wende beim Mac. Die Technologie dafür kam von Jobs' gegründeter Firma NeXT, die Apple Ende 1996 übernommen hatte. Associated Press

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Heute ist Apple auch im Bereich der PCs wieder Trendsetter - auch wenn das meiste Geld mit dem Smartphone iPhone und dem Tablet iPad verdient wird. Das 2010 eingeführte Macbook Air fand unter PC-Herstellern viele Nachahmer, Intel nennt die von Apple eingeführte besonders dünne, leichte und dennoch leistungsfähige Laptopklasse mit langer Akkulaufzeit "Ultrabooks". "Jedes Unternehmen, das Computer baute, als wir gestartet sind - die sind alle weg", zitiert Macworld Apple-Marketingchef Philip Schiller. Associated Press

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Die neueste Mac-Kreation aus dem Hause Apple ist ein radikaler Bruch mit dem üblichen PC-Design: Die Profi-Workstation Mac Pro lässt sich nicht mehr intern aufrüsten, sämtliche Erweiterungen müssen über schnelle Schnittstellen extern angeschlossen werden. Auf dem Bild ist Apple-Marketingchef Philip Schiller bei der Vorstellung im Juni 2013 zu sehen. Associated Press