Donnerstag, 21. Juni 2012, 12:55 Uhr

Aufstieg und Fall von Nokia

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In Südfinnland baut der Ingenieur Fredrik Idestam 1871 eine Holzverarbeitungsanlage und nennt sein Unternehmen Nokia. Unser Bild zeigt den Geschäftsführer des Nokia-Werks in Jucu, Rumänien, während des Produktionsstarts 2008 in dem Werk. Vadim Ghirda/AP/dapd

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Der Weg zum Mobilfunkriesen beginnt bei Nokia 1963 mit der Produktion von Funkgeräten für die Armee. Das Bild zeigt das Hauptquartier von Nokia im finnischen Espoo. Lehtikuva/Benjamin Suomela/AP/dapd

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1982 stellt Nokia mit dem Mobira Senator sein erstes Autotelefon vor. Zwei Jahre später bringt das Unternehmen ein tragbares Autotelefon namens Mobira Talkman auf den Markt. Auf dem Bild ist das Nokia 7600 zu sehen. Das Telefon fällt durch futuristisches Design auf. ddp images/AP Photo/Joerg Sarbach

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Das erste Mobiltelefon von Nokia erscheint 1987. Es trägt den Namen Mobira Cityman und wiegt etwa 700 Gramm. Das Gerät bekommt den Spitznamen „Gorba" verpasst, nachdem der sowjetische Präsident Michail Gorbatschow damit fotografiert wurde. Auf unserem Bild ist der Nokia-Standort in Ulm zu sehen. Thomas Heckmann/dapd

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Ab 1992 will sich das Unternehmen nur noch auf Mobiltelefone und Netzwerk-Infrastruktur konzentrieren. Die Geschäftsfelder Gummi, Kabel und Consumer Electronics werden aufgegeben. Nokia bringt sein erstes digitales Handy mit GSM-Unterstützung heraus. GSM wurde 1987 als europäischer Standard für die digitale Mobilfunktechnologie eingeführt. Unser Bild zeigt Nokias GSM-Handy von 1992. WikiUser: Jkbw

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1998 wird Nokia Weltmarktführer im Bereich Mobiltelefone. Auf dem Bild ist ein Verkäufer in Indien zu sehen, der mit seinem Nokia-Handys auf Kunden wartet. Tsering Topgyal/AP/dapd

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2002 bringt Nokia mit dem Nokia 6650 sein erstes Handy mit 3G auf den Markt. Damit ist es möglich, mit dem Telefon im Internet zu surfen. Unser Bild zeigt das Nokia 6650. WikiUser: Towel401

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Im Oktober 2009 meldet Nokia zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren einen Verlust. Grund ist auch das HTC Dream, das erste Android-Telefon. Heute laufen fast 60 Prozent mit Googles mobilem Betriebssystem. Volker Hartmann/ddp

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Um mit Apples iPhone und der Flut an Android-Geräten mitzuhalten, stellt Nokia im September 2010 den früheren Microsoft-Manager Stephen Elop als CEO ein. Lehtikuva, Kimmo Mantyla/AP/dapd

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Im Oktober 2010 kündigt Elop eine neue Strategie im Smartphone-Geschäft an und entlässt 1.800 Mitarbeiter. Im Bild protestieren Gewerkschafter schon 2008 vor dem Nokia-Werk in Bochum gegen die Schließung. AP Photo/Martin Meissner

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Im Februar 2011 kündigt Elop eine strategische Partnerschaft mit Microsoft an. Neue Smartphones aus Finnland sollen zukünftig mit Windows laufen. Dafür wird auf das eigene Symbian-System verzichtet. Unser Bild zeigt Nokia-CEO Stephone Elop gemeinsam mit Steve Ballmer, CEO bei Microsoft. ddp images/AP Photo/Alastair Grant

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Im September 2011 kündigt Nokia an, weitere 3.500 Stellen zu streichen. Damit trennt sich der Konzern allein 2011 von etwa 14.000 Mitarbeitern. ddp images/AP Photo/Frank Augstein

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Im Oktober 2011 stellt Nokia mit dem Lumia sein erstes Windows-Smartphone vor. Unser Bild zeigt das Lumia 800. ddp images/AP Photo/Sang Tan

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Februar 2012 – In Ungarn, Mexiko und Finnland sollen bis zum Ende des Jahres weitere 4.000 Jobs wegfallen. Betroffen sind vor allem Fertigungsanlagen für Nokia-Telefone. Auf dem Bild stehen Mitarbeiter vor dem Nokia-Werk in Ulm. Thomas Heckmann/dapd

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Im März 2012 überholt Samsung Nokia als weltgrößter Mobiltelefon-Hersteller. Axel Schmidt/dapd

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Trotz Windows-Phones: Am 14. Juni 2012 muss Nokia bereits zum dritten Mal in weniger als zwölf Monaten eine Gewinn-Warnung herausgeben. Der Konzern kündigt an, bis Ende 2013 weitere 10.000 Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Beobachter fragen sich, ob das ausreicht. Ronny Hartmann/dapd