oclock
Donnerstag, 8. November 2012, 14:09 Uhr

Schöner wohnen im Hochsicherheitstrakt

Mein Haus, die Festung: Unser aktuelles Haus der Woche hält Stürmen, Erdbeben und großkalibrigen Kugeln stand. Und weil immer mehr Hausbesitzer ihre Anwesen in Trutzburgen verwandeln, die gar Nuklearangriffe verkraften sollen, haben wir uns dieses Mal nicht nur eine Immobilie angeschaut.

image

Das Anwesen der Familie Corbi in den Hollywood Hills soll praktisch jeder erdenklichen Katastrophe standhalten. Immer mehr Bauherren und Hauskäufer wollen Immobilien, die ihnen in Extremsituationen Schutz bieten. Sie sorgen sich um Superstürme wie Sandy, der gerade die amerikanische Ostküste verwüstet hat. Sie wollen Eindringlinge abwehren oder sich sogar gegen einen Nuklearkrieg wappnen. Michal Czerwonka für The Wall Street Journal

image

Al Corbi hat eine Firma gegründet, die Häuser in wahre Festungen verwandelt. Sein Anwesen in Los Angeles ließ er für seine Familie bauen. Außerdem will er potenziellen Kunden vorführen, was derzeit auf dem Gebiet des High-Tech-Katastrophenschutzes und in punkto Sicherheit im Eigenheim zu haben ist. Auf dem Bild ist eine gepanzerte Tür zu sehen, hinter der sich der am stärksten gesicherte Bereich des Hauses verbirgt. Dazu gehören das Schlafzimmer der Eltern und die Kinderzimmer. Michal Czerwonka für The Wall Street Journal

image

Lana Corbi steuert aus einem besonders gut geschützten Panikraum im Schlafzimmer das Sicherheitssystem per iPad. Michal Czerwonka für The Wall Street Journal

image

Weiße Wände und große Fenster - auf den ersten Blick sieht das Haus der Familie Corbi so aus wie viele andere moderne Häuser in den Hollywood Hills. Michal Czerwonka für The Wall Street Journal

image

Lana Corbi hält eine Glasplatte hoch, auf die mit einer Waffe großen Kalibers geschossen wurde. Alle Fenster im Haus sind aus verstärktem Glas. Michal Czerwonka für The Wall Street Journal

image

Sollte die Festung wider Erwarten bröckeln, müssen sich die Bewohner nur auf das Dach retten und dort auf dem Hubschrauberlandeplatz auf die rettende Maschine warten. Michal Czerwonka für The Wall Street Journal

image

Im ländlichen Christian County im US-Bundesstaat Missouri baut der Software-Unternehmer Steve Huff auf 6.500 Quadratmetern ein Haus namens Pensmore, das Tornados für immer ihren Schrecken nehmen soll. Pensmore

image

Die Wände aus bewehrtem Beton sind über dreißig Zentimeter dick. Die Fenster, deren Widerstandskraft in Tests überprüft wurde, bieten Schutz vor umherfliegenden Teilen. Ihnen können selbst große Platten nichts anhaben, die mit einem Tempo von 65 Stundenkilometern durch die Luft wirbeln. Pensmore

image

Vor allem Hauseigentümer, die in Gebieten wohnen, die oft von Naturkatastrophen heimgesucht werden, setzen zunehmend auf fortschrittlichere Techniken und Baustoffe, um ihre Häuser vor Schäden zu schützen. Auch Vicky Adjmi, die durch den Hurrikan Katrina im Jahr 2005 ihr Haus verlor, ließ eine sturmbeständigere Konstruktion bauen. Sara Essex Bradley

image

Auf einige Elemente wollte Vicky Adjmi auf keinen Fall verzichten. Dazu gehören auch breite Fensterwände. Bei einem deutschen Hersteller bestellte sie sturmbeständige Fenster, die auch mit Windgeschwindigkeiten von 240 Kilometern pro Stunde fertig werden. Sara Essex Bradley

image

Das Haus ist mehrere Meter erhöht auf einem Hügel errichtet. Damit hält es die Hochwassermarke, die Hurrikan Katrina gesetzt hat, auf sicherem Abstand. Sara Essex Bradley

image

Im kalifornischen Camarillo hat sich Don Boehm ein Heim in den Hügeln erschaffen, das ihn sowohl vor den Folgen eines Erdbebens wie auch vor Einbrechern bewahren soll. Thomas Ploch

image

In Alys Beach an der Golfküste in Florida entsteht eine Luxusgemeinde in Strandnähe. Wer dort ein Haus erstehen will, muss mindestens 1,6 Millionen US-Dollar auf den Tisch legen. Dafür erhält er ein neues Zuhause, das Häusern auf den Bermuda-Inseln oder in Guatemala nachempfunden ist – und starken Winden die Stirn bieten kann. Kurt Lischka/Sowal

image

Die Dächer sind mit zwei Kalksteinschichten gedeckt. Die Außenwände bestehen aus 20 Zentimeter dickem Beton, der zusätzlich verstärkt wurde - um „bunkerähnliche" Stabilität zu erzielen, wie es in der Werbebroschüre heißt. Kerri Price