In seinem Appstore bietet Amazon nur Android-Apps an. amazon.com

Im Streit um den Gebrauch des Begriffs „Appstore" hat der iPhone-Hersteller Apple eine Niederlage einstecken müssen. Eine US-Richterin hat die Klage des Konzerns gegen die Verwendung des Namens durch den Onlinehändler Amazon zurückgewiesen. Apple habe seine Anschuldigungen nicht belegen können.

Es sei nicht klar, wie Nutzer durch die Bezeichnung durch Amazon verwirrt würden, begründete Richterin Phyllis Hamilton ihre Entscheidung. Es gebe keinen Beleg dafür, dass Kunden bei Zugriff auf die Amazon-Plattform erwarteten, diese sei identisch mit der von Apple.

Amazon verwendet für seinen Marktplatz den Namen Appstore und richtet sich mit dem Angebot ausschließlich an Nutzer von Geräten mit der Android-Software, wie beispielsweise dem Tablet Kindle Fire. Apple dagegen zielt mit seiner Plattform App Store auf Nutzer der eigenen Geräte mit dem Betriebssystem iOS. Eine Apple-Sprecherin und ein Amazon-Sprecher wollten die Entscheidung nicht kommentieren.

Der juristische Disput der beiden US-Großkonzerne ist mit der Entscheidung des Gerichts nicht ausgestanden. Apple klagt gegen Amazon noch wegen Markenverletzungen. Darüber wird ein Gericht noch entscheiden.

Für Apple ist die Auseinandersetzung mit Amazon nur eine unter vielen um geistige Eigentumsrechte. Der Hersteller von iPhone oder iPad streitet sich seit längerem mit Rivalen wie Samsung über Patente und Geschmacksmuster seiner populären Smartphones.

—Mitarbeit: Greg Bensinger

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