An Chinas Häusermarkt sieht es weiter nach Erholung aus. Eine Umfrage unter Immobilienentwicklern und –Händlern ergab, dass der Durchschnittspreis für Immobilien im Dezember 2012 mit 0,03 Prozent minimal über dem im Dezember 2011 lag. Das ergeben Daten des Brancheninformationsdiensts China Real Estate Index System.

Die Kaufpreise waren im Dezember damit etwas höher als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Das hat es seit acht Monaten nicht gegeben. Auch auf Monatsbasis geht es seit sieben Monaten aufwärts – und dieser Trend setzte sich im Dezember fort. Der Durchschnittspreis von 9.715 Yuan pro Quadratmeter bedeutet im Vergleich zum November ein Plus von 0,23 Prozent.

Die Immobilienpreise seien in 57 Städten seit November gestiegen, und in 43 Städten gefallen, teilte China Real Estate Index System mit. Der Informationsdienst erklärte gleichzeitig, er habe die Berechnungsweise geändert. Ein paar kleinere Landkreise seien aus der Rechnung geflogen, andere dazugekommen. So solle die Information treffender sein.

Seit die Regierung im Februar 2011 einen staatlichen Index für Immobilienpreise gestrichen hat, ist die Umfrage, die China Real Estate Index System zusammen mit dem Online-Immobilienhändler SouFun macht, der wichtigste Preisspiegel des Landes.

Der Immobilienmarkt könnte der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt Schwung geben. Der Markt für Wohnimmobilien ist seit langem ein Wachstumsmotor für die chinesische Wirtschaft. Er trägt 12 Prozent zur Wirtschaftsleistung bei, schätzt der Internationale Währungsfonds. Er sorgt für eine große Nachfrage für viele Waren – von Zement über Autos bis hin zu Möbeln – und hat Auswirkungen auf ausländische Märkte.

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