Verschnaufpause für gestresste Fluggäste in Nordrhein-Westfalen und Hamburg: Das Sicherheitspersonal an den Flughäfen in Nordrhein-Westfalen und Hamburg will am Montag auf weitere Streiks verzichten, zugleich soll aber der weitere Arbeitskampf abgestimmt werden. Das sagte ein Sprecher der Gewerkschaft ver.di in Nordrhein-Westfalen am Sonntag der Nachrichtenagentur dapd.

Es solle "zeitnah" geklärt werden, wie die Passagierkontrolleure gemeinsam Druck auf die Arbeitgeber machen könnten, sagte der Gewerkschafter weiter. Dann werde aber "auf jeden Fall" auch wieder an den Flughäfen gestreikt - sofern kein besseres Angebot vorliege.

In dem Tarifkonflikt für die allein in NRW 34.000 Beschäftigten der Branche will ver.di deutliche Einkommensverbesserungen durchsetzen: Die Gewerkschaft fordert 2,50 Euro mehr pro Stunde sowie eine Erhöhung der Löhne im Aviation-Bereich an den Flughäfen auf einheitlich 16 Euro brutto.

Dafür hatte das Sicherheitspersonal bereits am Donnerstag und Freitag an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn die Arbeit niedergelegt und damit erhebliche Behinderungen im Flugverkehr verursacht. In der Woche zuvor hatten streikende Passagierkontrolleure den Flughafen Hamburg lahmgelegt. Die Flughäfen beklagten hohe Schäden.

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