Bislang nur als Webbrowser bekannt, soll der Firefox nun auch den Smartphonemarkt erobern. Die Telekom hat Interesse an einem weiteren Player bei den Betriebssystemen, will damit aber zunächst nur in Osteuropa an den Start gehen. dapd

Die mobile Welt bekommt mit Mozilla Firefox ein neues Betriebssystem, das in Konkurrenz zu Apple und Google Android treten will. Insgesamt 18 Mobilfunknetzbetreiber, darunter auch die Deutsche Telekom lassen es auf einen Versuch ankommen.

Die Telekom will ein Smartphone mit dem neuen Betriebssystem des Herstellers Alcatel One Touch zunächst in Polen auf den Markt bringen.

Die ehemals französische und jetzt im Besitz der in Hongkong notierten TCL Communications befindlichen Handymarke ist bekannt für preisgünstige Geräte, aber auch LG Electronics aus Korea sowie ZTE aus China wollen den Firefox auf ihern Geräten laufen lassen. Der Konzern Huawei, der soeben mit dem Ascend P2 einen neuen iPhone-Konkurrenten vorgestellt hat, will folgen.

„Der Start des ersten Smartphones mit dem neuen Firefox-Betriebssystem ist ein wichtig Schritt zu mehr Wettbewerb der Ökosysteme", erklärte Telekom Chef René Obermann in einer Mitteilung. Die Telekom hatte die Entwicklung des neuen Betriebssystems in den vergangenen zwei Jahren unterstützt.

Die Analysten von Ovum zeigten sich nicht übermäßig begeistert: Was sie in Barcelona gesehen hätten, sei noch entfernt von dem, was marktfähig genannt werden könne, sagen sie. Selbst preiswerte Smartphones könnten sich nicht hinter dem Preisschild verstecken, wenn es um fehleranfällige Software geht.

Neben der Telekom unterstützen 17 weitere Telekomunternehmen das neue Betriebssystem. Und so eine breite Unterstützerbasis habe bislang noch kein Betriebssystem bekommenen, lobt Ovum immerhin.

Kontakt zum Autor: archibald.preuschat@dowjones.com