Der Puma-Firmensitz in Herzogenaurach: Neuer Chef gesucht. dapd

Die Suche nach einem neuen Chef für den Sportartikelhersteller Puma ist noch nicht beendet. Puma-Großaktionär PPR dementierte einen Bericht des Manager Magazins, wonach der norwegische Ex-Profifußballer und ehemalige Deichmann-Manager Björn Gulden neuer CEO des MDax-Konzerns aus Herzogenaurach wird und schon einen Vertrag unterzeichnet hat.

Von PPR hieß es nun, der Prozess zur Bestellung eines neuen CEO für die Puma AG dauere an und es sei noch kein Vertrag unterschrieben worden.

Das Manager Magazin hatte unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise berichtet, dass Gulden den baldigen Ex-Chef Franz Koch beerben wird. Gulden ist derzeit Vorstandschef des dänischen Schmuckanbieters Pandora, dessen Aktienkurs er in seiner knapp einjährigen Amtszeit deutlich gesteigert hat, so das Manager Magazin. Zuvor war der studierte Wirtschaftswissenschaftler von 2000 bis 2011 geschäftsführender Direktor des Schuhhändlers Deichmann. In den 90er Jahren verantwortete Gulden als Senior Vice President beim Puma-Rivalen Adidas das weltweite Geschäft mit Bekleidung und Accessoires. Er war Teil des Management-Teams, das Adidas 1995 an die Börse gebracht hat, wie das Magazin weiter schreibt.

Der Norweger hat auch eine Karriere als Fußballprofi hinter sich. Gulden spielte bei den norwegischen Vereinen Bryne und Strömsgodset sowie beim damaligen deutschen Zweitligisten 1. FC Nürnberg. 2011 galt er zeitweise als Kandidat für den Posten des Vorstandschefs beim Hamburger SV.

Im Dezember 2012 hatte Puma die Abberufung des bisherigen Vorstandsvorsitzenden Franz Koch bekanntgegeben. Der französische Puma-Großaktionär PPR suchte seither nach einem neuen Spitzenmann für seine angeschlagene Sportartikeltochter.

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