Die LEG Immobilien AG will mit ihrem geplanten Gang aufs Börsenparkett bis zu 1,43 Milliarden Euro einsammeln. Die Immobiliengesellschaft hat die Preisspanne für die Emission auf 41 bis 47 Euro festgesetzt. Verkauft werden sollen rund 26,5 Millionen Aktien aus dem Bestand des Altaktionäre, fast 4 Millionen weitere Anteile stehen im Rahmen einer Mehrzuteilungsoption zur Verfügung, wie die Immobiliengesellschaft mitteilte. Das entspricht bis zu 57,5 Prozent des Grundkapitals. Der Immobilienkonzern hat gute Chancen, nach dem Börsengang in den Mittelwerteindex MDax aufgenommen zu werden.

LEG will beim Gang an die Börse bis zu 1,43 Milliarden Euro einsammeln. dapd

Momentan ist die Nachfrage nach Immobilienaktien groß. Anders als bei den vergangenen deutschen IPOs - wie zuletzt bei Talanx - erwarten Banker und Branchenexperten keine Zitterpartie beim Gang aufs Parkett. Der Börsengang dürfte ohne großen Bewertungsabschlag gelingen. Das ist für den von Goldman Sachs gemanagten Fonds Whitehall, Mehrheitseigentümer der LEG, ein günstiger Zeitpunkt für einen Teilausstieg.

Am oberen Ende der Preisspanne könnte LEG beim Börsengang mit knapp 2,5 Milliarden Euro bewertet werden. IPO-Studien von der Deutschen Bank und von Goldman Sachs hatten die Bewertung des nordrhein-westfälischen Immobilienkonzerns in einer Spanne von 2,4 Milliarden bis 3 Milliarden Euro angesetzt.

Grund für das hohe Interesse von Investoren am deutschen Immobilienmarkt ist die starke Nachfrage nach Wohnraum, die laut Analysten der Deutschen Bank durch die Zunahme der Ein- bis Zweipersonenhaushalte und der Zuwanderung aus Süd- und Osteuropa befeuert wird. Die Nachfrage dürfte - zumindest in den Metropolregionen - bis auf Weiteres größer als das Angebot bleiben. Die Nettokaltmieten der ausschließlich in Nordrhein-Westfalen vertretenen LEG dürften in den kommenden Jahren damit um jährlich 2,8 Prozent steigen, sagen die Goldman-Analysten. Einschließlich Portfoliokäufen wird die LEG die Einnahmen aus Mieten um jährlich mehr als fünf Prozent steigern. Steigende Mieten und ein weiterer Nachfrageüberhang sollen bei der LEG für stabile Gewinne sorgen, was Aktionären hohe Dividenden verspricht.

Die Investoren können die Aktien vom 21. bis zum 31. Januar zeichnen. Der Handelsstart der LEG-Aktie im Prime-Standard der Frankfurter Börse ist für den 1. Februar 2013 geplant. Der Wertpapierprospekt kann auf der Webseite des Unternehmens eingesehen werden.

Korrektur In einer früheren Fassung hieß es, dass Goldman Sachs Mitsteigerungen von fünf Prozent erwarte. Diese Zahl schloss aber Zukäufe mit ein. Ohne Akquisitionen belaufe sich der Zuwachs auf 2,8 Prozent.

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