Hillary Clinton sagte am Mittwoch vor dem außenpolitischen Ausschuss aus. AFP/Getty Images

WASHINGTON - US-Außenministerin Hillary Clinton hat am Mittwoch erneut die Verantwortung für Fehler ihres Ministeriums im Zusammenhang mit dem tödlichen Angriff auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi übernommen. Bei einer Aussage vor dem außenpolitischen Ausschuss des Senats in Washington hob Clinton zugleich die Bemühungen ihres Hauses hervor, die Sicherheitsvorkehrungen in den diplomatischen Vertretungen der USA zu verschärfen. Es gebe keinen, der engagierter daran arbeite, die Probleme zu beheben, bekräftigte Clinton. „Ich bin entschlossen, das Außenministerium und unser Land sicherer und stärker zurückzulassen", sagte die 65-Jährige, die ihr Amt in Kürze abgibt.

Eine unabhängige Untersuchungskommission hatte dem US-Außenministerium im Zusammenhang mit dem Angriff in Bengasi schwere Fehler vorgeworfen. Bei dem Anschlag waren am 11. September der amerikanische Botschafter Chris Stevens sowie drei weitere US-Bürger ums Leben gekommen.

Clinton hätte eigentlich bereits vergangenen Monat zur Bengasi-Affäre vor dem Senatsausschuss aussagen sollen. Wegen eines Blutgerinnsels, das sie sich bei einem Ohnmachtsanfall zugezogen hatte, war die Aussage jedoch verschoben worden. Der Auftritt am Mittwoch war für Clinton voraussichtlich der letzte im Kongress in ihrer Rolle als Außenministerin. Die frühere First Lady gibt nach einer Amtszeit ihren Posten ab. Für die Nachfolge hat Präsident Barack Obama den früheren Präsidentschaftskandidaten John Kerry nominiert. Seine Bestätigung durch den Senat gilt als sicher. Für Donnerstag ist eine entsprechende Anhörung geplant.