Aktualisiert Montag, 28. Januar 2013, 07:05 Uhr

Star-Architekten zeigen ihr Zuhause

FIhre Museen und Wolkenkratzer kennt jeder. Ihre eigenen Häuser und Wohnungen nicht. Die Architekten Daniel Libeskind, Renzo Piano, Billie Tsien und Tod Williams öffnen uns die Türen zu ihren heikelsten Projekten - ihrem Heim.

image

Tod Williams und Billie Tsien (rechts) besitzen zwei Apartments in New York in Laufdistanz. Das Penthouse reichte dem Architektenpaar nicht aus, also kam noch eine Maisonette-Wohnung dazu. Jede der Wohnungen dient einem anderen Zweck. Bryan Derballa for The Wall Street Journal

image

Bekannt sind Tsien und Williams für ihre klare Linienführung und den Einsatz von Naturelementen wie Stein, Holz, Wasser und Licht. Eines ihrer berühmtesten Gebäude ist der Neubau der Barnes Foundation in Philadelphia, hier zu sehen. Meist nehmen die beiden institutionelle Projekte an, doch auf Anfrage bauen sie auch Einfamilienhäuser. Nathan O.

image

Das verheiratete Paar wohnte zunächst über der Carnegie Hall. Dann kaufte es die Maisonette-Wohnung auf der Upper West Side. Nachdem sie beide Etagen entkernt hatten, strichen sie alle Flächen weiß, auch den Holzfußboden. "Dadurch wirkt es größer", sagt Billie Tsien. Bryan Derballa for The Wall Street Journal

image

Hier wohnen die beiden vornehmlich, haben ihre Bücher und die Kunstsammlung untergebracht. Die hätten im Penthouse keinen Platz gehabt. Zu sehen ist die Küche und der Essbereich. Bryan Derballa for The Wall Street Journal

image

Von ihren Kunstwerken lassen sich die beiden inspirieren, lieber noch als von Architekturbüchern. Hier zu sehen: Eine Tapete aus gefundenen Objekten des ghanaischen Künstlers El Anatsui. Bryan Derballa for The Wall Street Journal

image

Diese Skulptur von Roxy Paine nennt sich "Scumak". Bryan Derballa for The Wall Street Journal

image

Das hier ist das Penthouse auf dem Dach eines 22-stöckigen Gebäudes direkt am Central Park, nur ein paar Blöcke vom Büro entfernt. Diese Wohnung nutzen Tsien und Williams als Erholungs- und Unterhaltungsort. Sie laden gerne Freunde zum Essen hierher ein. Bryan Derballa for The Wall Street Journal

image

Sie haben die Wohnung 2001 gekauft, die Grundmauern abgerissen und einen Glaskasten von rund 45 Quadratmeter Größe aufs Dach gesetzt. Das Schlafzimmer ist gerade groß genug für ein Bett und aus der Badewanne im Badezimmer hat man eine tolle Aussicht. Das Paar betrachtet das Penthouse als ihr ruhiges Haus auf dem Land. Bryan Derballa for The Wall Street Journal

image

Architekt Daniel Libeskind in seinem Loft in TriBeCa. Sechs Monate lang renovierte er die Wohnung nach seinen Vorstellungen. Er sagt, seinen eigenen Raum zu entwerfen, sei wie das Nirwana. Ben Stechschulte/Redux

image

Libeskind ist spätestens seit dem Gewinn der Ausschreibung für den Wiederaufbau des Ground Zero im Jahr 2003 ein Begriff. In Deutschland kennt man ihn auch als Architekten des Neubaus des Jüdischen Museums in Berlin. Libeskind

image

Das Gebäude hat einen dreieckigen Grundriss wie das Flatiron Building. Die Ostseite hat Libeskind weitgehend verglast und so den Wohn- und Essbereich zur Stadt hin geöffnet. Ihm war es wichtig, dass die Wohnung nicht zu hoch oder zu niedrig liegt. "Wenn man höher lebt, ist man eher in einer Traumwelt". Hinterm Fenster in der Wohnung verbirgt sich die Dusche. Aaron Peter

image

Der 66-jährige Architekt hat das erste Mal in seinem Leben für sich selbst entworfen. Er beschreibt sein Apartment als zeitgenössisch und funktional mit großen Flächen und wenigen geschlossenen Räumen. Joshua Lutz

image

"Sogar für Manhattaner Verhältnisse ist meine Wohnung klein", sagt er. Doch der begrenzte Raum "zwingt einen kreativ zu werden, wie man den Platz am besten nutzt". Joshua Lutz

image

Die Küche. Sogar erfahrene Architekten wie Libeskind stolpern über die üblichen Probleme aller Bauherren: "Es klingt banal, aber ich wünschte, es gäbe mehr Steckdosen und Lichtschalter". Joshua Lutz

image

Architekt Renzo Piano hüpft zwischen seiner Heimat und seinem Wahlwohnort hin und her. Er besitzt ein modernes Haus an der Steilküste von Genua und ein weitläufiges Apartment in einem Gebäude aus dem 17. Jahrhundert im ältesten Teil von Paris. Shunji Ishida/RPBW

image

Sein aktuell bekanntestes Bauwerk dürfte "The Shard" in London sein. Aus seinem Architekturbüro stammt auch der Entwurf für das Centre Pompidou in Paris und das Gebäude der New York Times in New York. Nathan O

image

Drei Wochen pro Monat verbringt Piano in der 232 Quadratmeter großen Dachwohnung im Viertel Marais in Paris. 1989 hat er zwei Wohnungen zu einem großen Apartment vereint, beim Umbau fielen rund 100 Tonnen Schutt an. Milly Rossato/RPBW

image

Jeden Monat fährt er für eine Woche in sein Haus an der Küste in Genua. Das 279 Quadratmeter große Heim hat er 1991 entworfen und gebaut. Seine beiden Häsuer betrachtet er als zwei verschiedene Räume eines und desselben Gebäudes, nur dass sie durch eine einstündige Reise voneinander getrennt sind. Merlo

image

Zum Vorbild nahm sich Piano die für die Region typischen Gewächshäuser, er integrierte auch die terrassenförmige Anlage des Grundstücks: "Ich habe mein Haus auf die oberste Terrasse gebaut, und ein mehrstöckiges Büro direkt auf die nächstuntere Ebene. Beide Strukturen haben ein luftiges Design und das gleiche diagonal verlaufende Dach." Merlo

middleclass