Die FDP-Spitze soll nach «Bild»-Informationen auf dem vorgezogenen Parteitag im März kräftig umgebaut werden. Wie die Zeitung in ihrer Samstagausgabe berichtete, soll der Vorsitzende der FDP in Nordrhein-Westfalen, Christian Lindner, stellvertretender Bundesvorsitzender werden. Mehrere Präsidiumsmitglieder hätten sich dafür ausgesprochen, auch der FDP-Ehrenvorsitzende Hans-Dietrich Genscher. Ein Parteisprecher sagte auf dapd-Anfrage, es liege bislang kein Vorschlag dazu vor.

Christian Lindner, Vorsitzender der NRW-FDP. dapd

Für Lindner soll nach Angaben des Blattes offenbar Birgit Homburger ihren Vizeposten an der Spitze der Liberalen räumen. Die Vorsitzende der baden-württembergischen FDP sei dafür als Beisitzerin im Präsidium im Gespräch, hieß es. Sie könnte auf den Platz von Elke Hoff rücken, die das Präsidium verlässt. Offen sei, wie viele Bewerber es um den Beisitzerposten von Dirk Niebel gibt. Neben dem Kieler FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki erwäge offenbar auch der rheinland-pfälzische Landeschef Volker Wissing eine Kandidatur.

Niebel vor der Ablösung?

Niebel selbst werden kaum noch Chancen auf einen Präsidiumsposten eingeräumt. Grund sei die große Verärgerung in der Partei über seine wochenlange Kritik an FDP-Chef Philipp Rösler, berichtet das Blatt. Bereits unmittelbar nach der Niedersachsenwahl hatten Spitzenliberale den Verbleib von Niebel an der Spitze infrage gestellt.

Der vorgezogene 64. FDP-Bundesparteitag findet am 9. und 10. März in Berlin statt. Das für Anfang Mai in Nürnberg geplante Treffen wird nunmehr ein außerordentlicher Parteitag.

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