Die Commerzbank will in den kommenden Jahren etwa elf Prozent der Stellen im deutschen Filialgeschäft abbauen. Bis spätestens Ende 2015 will Bank-Chef Martin Blessing 1.800 Jobs streichen. Ein Jahr vorher will die Bank der Mitteilung vom Freitag zufolge mit dem Betriebsrat darüber beraten, ob weitergehende Maßnahmen notwendig sind. Betriebsbedingte Kündigungen will Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus vermeiden.

Die Frankfurter Großbank hatte im November einen umfangreichen Umbau im Filialgeschäft angekündigt. Anfang dieses Jahres verkündete die Commerzbank dann den einschneidenden Jobabbau im Konzern. Zwischen 4.000 und 6.000 Vollzeitstellen sollen bis 2016 wegfallen. Weltweit gibt es etwa 49.000 solcher Stellen bei der Commerzbank.

Wie die Commerzbank weiter mitteilte, soll bis Ende 2014 in Deutschland auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden, wenn bis Ende 2013 ein Abbau von 600 Vollzeitstellen gelingt. Mit den Details zum Stellenabbau im Filialgeschäft und dem Bemühen, auf betriebsbedingte Kündigungen weitestgehend verzichten zu wollen, will die Commerzbank die Gewerkschaften besänftigen. Diese hatten nach den radikalen Abbauplänen massiven Protest angekündigt.

Die Großbank befindet sich seit der Übernahme der Dresdner Bank in einer Schieflage. Sie musste teilverstaatlicht werden und etwa 9.000 Stellen streichen. Auch die langfristig gemachten Prognosen konnte Vorstandschef Martin Blessing nicht erfüllen. Blessing versucht nun, durch den Umbau von Filialen, die sich nicht mehr rechnen, das Ruder umzudrehen.

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