1. Die Angst der Goldkäufer vor Europas Peripherie ist auf dem Rückzug: Der jüngste Absturz beim Gold folgte auf die Nachricht, dass Zypern seine Goldbestände verkaufen könnte, um damit die Erholung nach der Bankenkrise zu unterstützen. Das löste eine Panik am Goldmarkt aus, dass Europas restliche Peripherie dem Beispiel folgen könnte. Bislang gibt es keine Hinweise darauf – zumindest noch nicht.

2. Aktien könnten abstürzen: Die Rekordkurse bei Aktienindizes wie dem Dow Jones Industrial werden nicht durch fundamentale makroökonomische Daten gestützt. Früher oder später wird es eine Korrektur bei Aktien geben – und dann ist Gold wieder gefragt.

3. Indiens Monsunzeit wird nicht ewig dauern: Die Einwohner des weltweit zweibevölkerungsreichsten sind gleichzeitig auch die größten Käufer von Goldschmuck. Das Problem: Ein großer Teil davon wird für Hochzeitsfeiern gekauft – und niemand will im Regen heiraten. Das legt nahe, dass der derzeitig niedrige Goldpreis ein saisonales Element hat und dass im Herbst die Nachfrage wieder anspringt. Indiens Bevölkerungswachstum wird zu der langfristigen Nachfrage nach Gold beitragen.

4. Bei der wichtigen indischen Nachfrage nach Gold geht es nicht nur um Schmuck: In einigen Ländern, darunter Indien, zählt Gold als Teil der Liquiditätsquote. Wenn die Bilanzsumme der Banken in diesen Ländern steigt, wird auch bald die Nachfrage nach Gold steigen.

5. Kleinanleger kaufen immer noch: Auch wenn Finanzexperten behaupten, die Weltwirtschaft erhole sich und Gold nicht länger als Absicherung notwendig ist – Kleinanleger nutzen die niedrigen Goldpreise gerade zum Einstieg. Als der der Goldpreis im April um 20 Prozent abstürzte, meldete CoinNews.net, dass der Verkauf von Goldmünzen um 40 Prozent gestiegen ist.

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