Donnerstag, 25. Juli 2013, 11:57 Uhr

Im Reich der Bären: Luxusabenteuer in Alaska

Hier schauen zum Frühstück durchaus mal Wale vorbei, und die Bärenpopulation übersteigt die der Menschen bei weitem: Mitten in einem Naturschutzgebiet in der unberührten Wildnis Alaskas steht unser Haus der Woche.

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Die wilde Natur Alaskas hat es George Herrdum angetan. Im März 2000 hat er sich für 1,4 Millionen US-Dollar im Südosten des nördlichsten Bundesstaates der USA ein rund 19 Hektar großes Grundstück gekauft. Es liegt auf der rund 145 Kilometer langen Admiralty Island, die zum größten Teil zu einem bundesstaatlichen Naturschutzgebiet gehört. Michael Walmsley

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Herrdum kaufte das Land von den ersten Besitzern der Insel - einem Indianerstamm. Er habe deshalb etliche Gespräche mit allen möglichen Behörden führen müssen, unter anderem mit dem Büro für indianische Angelegenheiten, erinnert sich der Naturliebhaber. Hier ist das Haus im Landeanflug zu sehen. Michael Walmsley

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Von einer kleinen Hütte in der Wildnis ist hier eher nicht zu sprechen: Das Haus misst ungefähr 221 Quadratmeter, der Bau kostete rund vier Millionen Dollar, sagt Herrdum. Das Holz für das Gebäude wurde in Vancouver Island im kanadischen British Columbia aus mehr als 300 Jahre alten Rotzedern gefertigt. Mit einem Lastkahn ließ er die Bretter zu seinem Grundstück verschiffen. Michael Walmsley

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Herrdum entdeckte das Gelände bei einem Segeltörn durch den Südosten Alaskas. Früher war hier einmal eine Lachsfarm angesiedelt, erzählt er. Mit Blick auf die unberührte Natur um das Haus sagt er: "Es ist eines der letzten Paradiese." Rund ein Kilometer Uferlinie gehört mit zum Grundstück. Michael Walmsley

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Und die Anzahl der Tiere in der Umgebung übertrifft die der Menschen bei weitem. Laut einem Ranger, der das Naturschutzgebiet betreut, gibt es rund 1.600 Braunbären in der Schutzzone. Die Bevölkerungszahl liegt bei rund 500 - das heißt, es gibt rund dreimal so viele Bären wie Menschen. Auf dem Foto tummeln sich Buckelwale, es wurde in der Nähe des Hauses aufgenommen. Judith Herrdum

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Herrdum (rechts) war früher in der Finanzbranche tätig. Er entwickelte Software für Banken und andere Unternehmen. Auf dem Foto ist er mit einem Heilbutt zu sehen, den er in der Nähe seines Grundstücks gefangen hatte. Manchmal räuchert er seinen Fang und verschenkt die Fische an Familie und Freunde, erzählt er. Charles Milton

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Die Familie nutzte das Luxus-Cottage als Ferienhaus. Er habe oft seine Sommer hier verbracht, sagt Herrdum. Michael Walmsley

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Drei Schlaf- und Badezimmer hat das Haus, das rund 45 Minuten Flugzeit von Alaskas Hauptstadt Juneau entfernt liegt. Ein Wasserflugzeug bringt Besucher und Besitzer in die Wildnis. Juneau selbst ist ebenfalls nur per Flugzeug oder Schiff erreichbar. Viele Straßen in der Stadt, die gemeinsam mit ihrem Bezirk laut der aktuellsten Zensusschätzung von 2012 rund 32.556 Einwohner zählt, enden in Sackgassen. Ganz Alaska hat demnach 731.449 Einwohner. Michael Walmsley

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Herrdum liebt die Abgeschiedenheit - und das Wetter. Manche glauben, es sei immer kalt in Alaska. Das stimmt so nicht. Das Wetter im Sommer ist angenehm, das Thermometer klettert durchaus über 26 Grad Celsius. Hier zu sehen: Der Whirlpool im Außenbereich. Michael Walmsley

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Das Esszimmer. Herrdum verkauft das Haus, weil er ein Haus im Norden des kanadischen Bundesstaates British Columbia gebaut hat. Nun hat er weniger Zeit, um hierher zu kommen. Seine neue Immobilie liegt übrigens auch abgeschieden. "Ich habe dafür offenbar ein Faible", sagt er. Michael Walmsley

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Frühstück mit Blick aufs Wasser. Für 7,75 Millionen US-Dollar, rund 5,9 Millionen Euro, will Herrdum sein einsames Luxus-Cottage in der Wildnis Alaskas verkaufen. Michael Walmsley

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