Die spanische Börsenaufsicht CNMV wird das Leerverkaufsverbot nicht verlängern, das am heutigen Donnerstag ausgelaufen ist. Die CNMV begründete dies in einer Mitteilung auf ihrer Homepage damit, dass die Umstände, die zum Verbot geführt hatten, nicht mehr gegeben seien.

Im August 2011 hatten die Marktregulierer in Spanien zunächst Leerverkäufe von Bankenwerten verboten. Im Februar 2012 folgte eine Verlängerung der Regelung. Im Zuge wachsender Marktvolatilitäten wurde dann im Juli 2012 ein generelles Leerverkaufsverbot für alle Aktien erlassen.

Händler an der Börse in Madrid. dapd

Im August 2011 hatte die spanische Börsenaufsicht in Spanien zunächst Leerverkäufe von Bankenwerten verboten. Im Februar 2012 folgte eine Verlängerung der Regelung, angesichts der stark schwankenden Aktienkurse wurde dann im Juli 2012 ein generelles Leerverkaufsverbot für alle Aktien in Spanien erlassen.

Seither hat sich die Lage an den Märkten aber entspannt. Dazu hat nicht zuletzt die Europäische Zentralbank beigetragen, indem sie den Banken der Eurozone im Rahmen eines Langfristtenders billiges Geld zur Verfügung stellte. Speziell die vom normalen Finanzierungsmarkt ausgeschlossenen Banken der Krisenländer Spanien, Griechenland und Portugal profitierten davon.

Der spanische Aktienmarkt hat sich seither stark erholt. Vom Tief am 23. Juli vergangenen Jahres bei 5.905 Punkten kletterte der Madrider Leitindex IBEX-35 bis zum 28. Januar auf sein bisheriges Jahreshoch bei 8.756 Punkten - ein Plus von rund 50 Prozent.

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