Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat einen Hackerangriff auf einen ihrer Server eingeräumt. Die Kontaktdaten von mehr als 100 Experten, die für die IAEA arbeiteten, seien vor zwei Tagen im Internet verbreitet worden, teilte die Organisation am Dienstag mit. Die Daten waren zuvor auf Pastebin aufgetaucht.

Flagge der IAEA vor dem Hauptgebäude in Wien. dapd

Eine Gruppe mit dem "Parastoo" bekannte sich zu dem Datenklau. Das Wort stammt aus der persischen Sprache Farsi, die in Iran gesprochen wird. IAEA-Sprecherin Gill Tudor sagte der BBC, dass sie "zutiefst bedauere, dass Informationen von veralteten Servern" gestohlen wurden.

Die Hacker äußerten Kritik am israelischen "Nukleararsenal" und riefen die betroffenen Experten zur Unterzeichnung einer Petition auf, in der eine Untersuchung des Atomwaffenprogramms Israels gefordert wird.

Die IAEA bemühte sich um Schadensbegrenzung. Man bedauere den Vorfall zutiefst, teilte Sprecherin Gill Tudor in einer E-Mail mit. Der betroffene Server sei vor einiger Zeit ausgeschaltet worden. Bereits vor dem Hackerangriff hätten IAEA-Experten daran gearbeitet, mögliche Risiken zu beseitigen. Die Organisation unternehme alles Mögliche, um derartige Angriffe künftig zu verhindern, erklärte Tudor.

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