Journalisten bekamen am Donnerstag erstmals die neuen Euro-Scheine zu sehen, deren neuestes Sicherheitsmerkmal ein Porträt der Prinzessin Europa aus der griechischen Sagenwelt ist. dapd

Egal, was aus den kritischen Schuldenverhandlungen wird – der Euro hält weiter zu Griechenland. Am Donnerstag gab die Europäische Zentralbank (EZB) bekannt, dass es ab Mai nächsten Jahres neue Geldscheine für die Eurozone geben wird.

Den Anfang macht der 5-Euro-Schein mit neuem Aussehen und neuen Sicherheitsmerkmalen. Künftig wird im Hologramm und im Wasserzeichen ein Porträt von Europa auftauchen, der schönen phönizischen Prinzessin und Gestalt aus der griechischen Sagenwelt, die dem Kontinent seinen Namen gab. Die allgemeinen Motive auf den Scheinen ändern sich nicht: Weiterhin werden Brücken, Bögen und Fenster auf den Banknoten zu sehen sein. Europa aber wird das neue Sicherheitsmerkmal. In der Mythologie heißt es, die schöne Prinzessin wurde am Ende von Zeus entführt, der sich auf unerklärliche Weise in einen Stier verwandelt hatte.

In den kommenden Jahren will die EZB das neue Wasserzeichen dann auch auf allen anderen Euroscheinen einführen. Die Noten würden damit „noch sicherer sein", sagte die EZB. Mit anderen Worten: Griechenland schützt den Euro, nicht andersherum.

Langfristig soll das neue Europa-Design auf den gesamten umlaufenden Euroscheinen prangen. Die aktuellen Banknoten würden aber ihren Wert „unendlich lange" behalten und könnten bei den nationalen Notenbanken „jederzeit umgetauscht" werden, sagte die EZB.

Kontakt zum Autor: redaktion@wallstreetjournal.de