Sonntag, 21. Juli 2013, 14:01 Uhr

Wie Verbraucher sicher surfen und ihre Daten schützen

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Surfen: Wer sich im Internet bewegen will, ohne all zu viele Spuren zu hinterlassen, kann sich zahlreicher Erweiterungen für Internetbrowser wie Firefox oder Chrome bedienen. "Adblock" etwa blendet nicht nur Onlinewerbung aus, sondern kann auch verhindern, dass Internetseiten sogenannte Tracking-Cookies hinterlassen, mit denen sich das Surfverhalten nachvollziehen lässt. Ähnliches leisten Ghostery, Do Not Track Plus oder NoScript. Diese Miniprogramme können aber auch die Nebenwirkung haben, dass Internetseiten nicht so angezeigt werden oder funktionieren, wie sie es eigentlich sollten. AFP

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Suchmaschinen: Wer im Internet sucht, hinterlässt im Allgemeinen zahlreiche Spuren. Abhilfe versprechen alternative Suchanbieter wie Duck Duck Go und Ixquick: Sie speichern nicht, von welchem Internetanschluss die Suchanfrage kam und nutzen keine Cookies, um ihre Nutzer zu verfolgen. Agence France-Presse/Getty Images

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Anonym im Netz: Wer noch weiter gehen will, kann sich weitgehend anonym durchs Netz bewegen. Hier hilft etwa das Netzwerk Tor, das auch einen speziellen Browser anbietet. Dieses leitet die Anfragen an Internetseiten über so viele Umwege weiter, dass weder der Internetanbieter weiß, welche Seiten der jeweilige Nutzer aufruft, noch die Internetseite zu erkennen vermag, wer sie besucht. Der Nachteil ist, dass das Surfen teils deutlich langsamer wird. Außerdem kann der Server am Ende der Kette - der Exit-Server - alles mitlesen. Diesem muss also vertraut werden - und Nutzer sollten keine persönlichen Passwörter oder andere sensible persönliche Daten unverschlüsselt über TOR übertragen. Eine - meist kostenpflichtige - Alternative sind sogenannte VPN-Verbindungen, die den gesamten Datenverkehr zusätzlich verschlüsseln. Damit sind die Daten zumindest auf dem ersten Teil der Verbindung geschützt. Screenshot

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E-Mails: Auch wenn der Zugang zum E-Mail-Konto mit einem Passwort geschützt wird, werden die Mails selbst komplett unverschlüsselt im Internet übertragen. Sollen die Nachrichten verschlüsselt werden, müssen beide mitspielen: Absender und Empfänger. Verbreitet ist das System PGP und insbesondere die kostenlose Open-Source-Umsetzung des Protokolls GnuPG.

Notwendig sind kleine Zusatzprogramme für das E-Mail-Programm, das Smartphone oder das Tablet. Lesen lassen sich verschlüsselte Mails nur auf Geräten, auf denen diese Programme installiert sind. Die Onlinebriefe von De-Mail oder E-Postbrief sind übrigens nicht durchgehend verschlüsselt - was Sicherheitsexperten scharf kritisieren. AFP

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Messenger: Schon die klassische SMS ist nicht ganz sicher, aber viele beliebte Alternativen wie etwa WhatsApp versenden Kurznachrichten gänzlich unverschlüsselt. Alternativen sind Apps wie Threema oder Silentcircle. Die Dienste Wickr und Snapchat zerstören Nachrichten nach einer vom Absender definierten Zeit sogar spurlos - "Mission: Impossible" lässt grüßen. Der Nachteil all dieser Dienste: Absender und Empfänger müssen dort registriert sein. AFP

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Dokumente: Sinnvoll kann es sein, Dateien vor unbefugten Mitlesern zu schützen - etwa Kontoauszüge, ärztliche Unterlagen oder Briefe. Am sichersten - aber auch aufwändig - ist es, Dokumente auch auf dem eigenen Computer nur verschlüsselt speichern. Hier helfen Programme wie Truecrypt oder Boxcryptor. Smartphones und Tablets mit Android bieten von Haus aus eine Verschlüsselung, bei iPhones und iPads können mit zusätzliches Apps wie Safe nur ausgewählte Daten verschlüsselt werden. Agence France-Presse/Getty Images

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Online-Datenspeicher: Einfacher ist es, nur solche Dateien zu verschlüsseln, die im Internet landen - zum Beispiel als Backup oder zum Teilen mit Freunden. Bekannte Dienste dieser Art wie etwa Dropbox, Microsoft SkyDrive oder Google Drive bieten von Haus aus keine sichere Verschlüsselung schon auf dem Computer. Eine Alternative ist beispielsweise der Schweizer Dienst Wuala. Associated Press

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Internettelefonie: Immer mehr Telefonate laufen über das Internet. Am bekanntesten ist das Programm Skype, aber auch Facebook, Google und zahlreiche andere Firmen bieten entsprechende Dienste an. Die Telefonate sind oft aber komplett unverschlüsselt oder nur vom Anbieter verschlüsselt. Wer auf Nummer Sicher gehen will, nutzt den Dienst Silentcircle: Dieser bietet eine komplette Verschlüsselung vom einen Ende bis zum anderen an. Associated Press

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