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Samstag, 3. August 2013, 14:30 Uhr

Anleitung zum Miss-Island-Mord

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Die Skyline von Reykjavik im Juli. Seit Jahren wird darum gestritten, ob es in dem kleinen Land wirklich einen Schönheitswettbewerb geben sollte. Zum diesjährigen Wettbewerb im September haben sich Hunderte Menschen angemeldet, die nicht gerade dem Ideal einer Schönheitskönigin entsprechen. Ellen Emmerentze Jervell/The Wall Street Journal

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In diesem Gebäude in Reykjavik traf sich vor kurzem eine Gruppe von Aktivistinnen, die davon träumt, dem Schönheitswettbewerb ein Ende zu bereiten, den es schon seit einem halben Jahrhundert gibt. Ellen Emmerentze Jervell/The Wall Street Journal

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Matthildur Helgadóttir-Jónudóttir, eine Event-Managerin Mitte 40 (links), mit der Fernseh- und Radioproduzentin Brynhildur Björnsdóttir, bei dem Treffen. Ellen Emmerentze Jervell/The Wall Street Journal

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Asa Richardsdóttir, eine 49-jährige Produzentin in der Kunstbranche, zeigt die Online-Anmeldung für die Miss-Island-Wahl 2013. „Wir müssen dem ein Ende bereiten", sagt sie. Ellen Emmerentze Jervell/The Wall Street Journal

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Über 1300 Frauen und Männer haben sich dieses Jahr zu dem Wettbewerb angemeldet, nachdem der Vorsitzende des Wettbewerbs gesagt hatte: „Es gibt kein Modell für die ideale Miss Island." Die Parlamentsabgeordnete Sigridur Ingibjörg Ingadóttir hat sich ebenfalls angemeldet und zeigt hier ein Foto von Mitgliedern der Partei Women's Alliance. Der Feminismus sei in Island sehr stark, sagt sie, und wachse womöglich noch. Ellen Emmerentze Jervell/The Wall Street Journal

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6.Heidrun Jonsdóttir, 21, in einem Kleidungsladen, in dem sie arbeitet. Sie hält den Wettbewerb für veraltet. Sie hat sich nicht angemeldet, aber sie kennt andere, die teilnehmen wollen. „Ich glaube, die einzigen, die ernsthaft teilnehmen wollen, sind Mädchen unter 18", sagt sie. Ellen Emmerentze Jervell/The Wall Street Journal

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Jonsdóttir und ihre Kollegin Jana Maren spielen mit einem Hund. Der Wettbewerb gehört ihrer Meinung nach „in die Fünfzigerjahre", sagt Jonsdóttir. Ellen Emmerentze Jervell/The Wall Street Journal

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Rafn Rafnsson, der neue Vorsitzende des Wettbewerbs, will eine Kandidatin zu den Miss-World-Wahlen schicken, die eine echte Chance hat. „Wir müssen die Regeln befolgen, die von dem internationalen Wettbewerb vorgegeben sind", sagt er. Ellen Emmerentze Jervell/The Wall Street Journal

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Iris Telma Jónsdóttir, die isländische Teilnehmerin an den Miss-World-Wahlen 2012, musste die große Menge an Bewerbungen für den diesjährigen Wettbewerb durchgehen, um 25 Kandidatinnen auszuwählen. "Es gibt auch viele ernsthafte, gute Bewerbungen", sagt sie. Ellen Emmerentze Jervell/The Wall Street Journal

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Als der Elektriker Reynir Sigurdbjornsson, 47, sich im Internet zu dem Wettbewerb anmelden wollte, war er enttäuscht, dass es kein Auswahlfeld für das Geschlecht gab. „Dieser Wettbewerb ist für Männer diskriminierend", sagt er. Ellen Emmerentze Jervell/The Wall Street Journal

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Dieser Zeitungsausschnitt von 1985 erzählt die Geschichte der Frauen, die als Schönheitsköniginnen kostümiert zu einer Stadtratssitzung kamen. Ellen Emmerentze Jervell/The Wall Street Journal

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Kristín Einarsdóttir gehörte zu den Teilnehmerinnen des Protests von 1985. „Ich bin froh zu sehen, dass unsere Aktion in den Achtzigern das Denken junger Frauen heute noch beeinflusst", sagt sie. Sie überlege noch, ob sie sich dieses Jahr zum Miss-Island-Wettbewerb anmelden soll. Ellen Emmerentze Jervell/The Wall Street Journal

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Einarsdóttir, die Zweite von links, bei der Protestaktion 1985. Eine Passantin war über ihre Kostüme überrascht und schoss dieses Foto. Den Artikel zu dieser Fotostrecke lesen Sie hier: Feministen sabotieren Miss-Island-Wahl. Ellen Emmerentze Jervell/The Wall Street Journal